AWO-Vorsitzender „schockiert“

Missbrauchsverdacht in Spandauer Kita – massive Vorwürfe von Eltern!

08.09.2021
Lesedauer: 3 Minuten
Foto: spreepicture

Nach dem B.Z.-Bericht über den Missbrauchsverdacht an der Spandauer Kita „Feldhäuschen“ ist das Entsetzen groß. Mindestens fünf Kinder soll der 32-jährige Mitarbeiter missbraucht haben.

Die Kita-Leitung informierte am Montagabend die Eltern, das Entsetzen war groß. Eine Frau brach zusammen, musste von Sanitätern betreut werden.

Nach dem B.Z.-Bericht über den Missbrauchsverdacht an der Spandauer Kita „Feldhäuschen“ ist das Entsetzen groß. Mindestens fünf Kinder soll der 32-jährige Mitarbeiter missbraucht haben.

Die Kita-Leitung informierte am Montagabend die Eltern, das Entsetzen war groß. Eine Frau brach zusammen, musste von Sanitätern betreut werden.

Die Einrichtung sei bis kommenden Montag geschlossen worden, so Scheunemann. Man bemühe sich jetzt, das Vertrauen der Eltern in die Erzieher und Erzieherinnen der Einrichtung wieder herzustellen. Die sind schockiert und fassungslos!

Massive Vorwürfe vonseiten der Eltern

„Viele Eltern haben gesagt, dass irgendetwas mit dem Mann nicht stimmt“, sagte eine Mutter, deren Kind die Kita besucht, am Montagabend nach der Elternversammlung. Und ein Vater wird deutlich: „Hier wurde weggeguckt! Es herrscht großer Aufklärungsbedarf, wir wurden zu spät informiert.“

Am Montagabend eskalierte ein Elternabend in der Kita (Foto: spreepicture)
Am Montagabend eskalierte ein Elternabend in der Kita (Foto: spreepicture)

Der Fall könnte noch weitere Kreise ziehen: Nach B.Z.-Informationen hatte der zertifizierte Erzieher ein sauberes Führungszeugnis und war als Zeitarbeitskraft zuvor in Einrichtungen in Potsdam, Brück, Charlottenburg, Spandau, Schönholz, Karlshorst, Grunewald und Zehlendorf beschäftigt.

LKA ermittelt

In fünf Fällen sei mittlerweile Anzeige erstattet worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die erste Anzeige sei bereits am 25. August und vier weitere in der vergangenen Woche eingegangen. Das Landeskriminalamt ermittele. Weitere Details teilten die Beamten zunächst nicht mit.

Anonyme und kostenlose Beratungsangebote

Sie haben den Verdacht, dass in Ihrem Umfeld ein Kind misshandelt oder missbraucht wird? Sie haben etwas gesehen, das Ihnen Sorgen bereitet? Dann können Sie sich (anonym) ans „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ wenden: 0800 22 55 530.

Kinder und Jugendliche, die Missbrauch erlebt haben, bekommen montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der „Nummer gegen Kummer“ 116 111 Unterstützung. Auf der Internetseite gibt es auch die Möglichkeit, mit den Beratern zu chatten.

Wer das Gefühl hat, pädophile Neigungen zu besitzen, findet Ansprechpartner beim Projekt „Kein Täter werden“ von der Berliner Charité. Auf der Website und unter 030 450 529 450 gibt es kostenlose Informationen. Es gilt die ärztliche Schweigepflicht.

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