Kriminalstatistik

Mehr Straftaten durch Mädchen: Ministerium listet auf AfD-Anfrage 5400 Vornamen der Verdächtigen auf

13.03.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Handschellen vor einem Streifenwagen der Polizei (Symbolbild). © Quelle: David Inderlied/dpa/Illustration

Immer mehr weibliche Straftäterinnen sind jünger als 14 Jahre. Zudem war die Zahl der Straftaten durch Kinder und speziell durch Mädchen 2022 so hoch wie seit sieben Jahren nicht mehr. Auf AfD-Anfrage listet das Innenministerium die Vornamen der verdächtigen Mädchen auf.

Düsseldorf. Die Zahl von Straftaten durch Mädchen unter 14 Jahren hat sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr stark erhöht: Die Kriminalstatistik wies laut Innenministerium für das vergangene Jahr 7299 Taten durch 6810 strafunmündige weibliche Verdächtige aus. 2021 waren es 2100 Taten weniger. Auch die Zahl der verdächtigen Mädchen war damals um rund 2000 niedriger. Allerdings nahm auch die Zahl der Taten durch strafunmündige Kinder insgesamt immens zu.

Innenministerium listet auf AfD-Antrag Vornamen auf

Sowohl die Zahl der Straftaten durch Kinder als auch die speziell durch Mädchen war 2022 so hoch wie noch nie seit 2015. Das geht aus einer noch nicht veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD im Düsseldorfer Landtag hervor. Auf Antrag der AfD listet das Ministerium in dem Papier auch sämtliche Vornamen der verdächtigen Mädchen von 2015 bis 2022 auf. Auch wenn jeder Vorname nur einmal genannt wird, ist Liste mit 5400 Einträgen 33 Seiten lang.

In der Gesamtzahl der Straftaten durch unter 14-Jährige sind die Mädchen übrigens in der Minderheit. So wurden 2022 genau 20.948 strafunmündige Verdächtige erfasst. Der Anteil der Mädchen lag damit bei etwa 32,5 Prozent.

RND/dpa

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