Innenministerin Faser verurteilt Demo

Linksradikale feiern RAF-Terroristen

10.03.2024
Lesedauer: 3 Minuten
Der Demozug am Samstagabend in Kreuzberg solidarisierte sich mit Ex-Terroristen; Foto: DAVIDS/Christina Kratsch

Solidaritäts-Kundgebung in Berlin

Berlin – Irre Parolen bei einer Demo von Linksradikalen am Samstagabend in Berlin-Kreuzberg. Die feierten ihre „Solidarität“ mit den Terroristen der RAF!

Es sind wirre Parolen, die hier gebrüllt werden. „Wir sind nicht alle, es leben die Gefangenen! Ganz Berlin hasst die Polizei! RAF, PKK, autonome Antifa“, skandieren Vermummte.

Ein Stück weiter verteilen drei „kommunistische Trotzkisten“ ihre Zeitung „Der Spartakist“. Sie wollen die verhaftete RAF-Terroristin Daniela Klette (65) unterstützen und machen sich Gedanken über die Weltrevolution. „Die ukrainische Armee sollte auf Kiew marschieren, die russische auf Moskau. In Israel müssen die jüdischen Arbeiter den Zionismus zerstören“, fabulieren sie.

Auf Plakaten wurden absurde Slogans gezeigt; Foto: DAVIDS/Christina Kratsch

Am Mariannenplatz in Kreuzberg treffen sie sich gegen 18 Uhr mit etwa 300 weiteren Demonstranten, von einem Band wird eine Rede heruntergeleiert. Darin geht es um die untergetauchten RAF-Terroristen, die Helden seien. Dagegen stehe der „Staatsterrorismus“ der deutschen Regierung.

Hunderte Polizisten sind im Einsatz, kontrollieren am Rand einzelne Teilnehmer. Der Zug läuft dann in Richtung der Berliner Wohnung, in der Klette unter falschem Namen lebte. An einem Park zünden die Teilnehmer einige Bengalos, dann zerstreut sich die Gruppe in kürzester Zeit – als wäre die ganze irrwitzige Veranstaltung ein Spuk gewesen.

Innenministerin Faeser verurteilt Demo

Mit klaren Worten hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (53, SPD) die Demo verurteilt. „Die RAF hat 34 Menschen brutal ermordet. Da gibt es nichts, aber auch gar nichts zu verklären“, sagte Faeser dem „RND“. Statt sich mit den RAF-Terroristen zu solidarisieren, wünsche sie sich, dass die Demonstranten „nur eine Sekunde daran denken, was das für die Hinterbliebenen der vielen Menschen bedeutet, die von der RAF getötet wurden.“

Sie dankte hingegen den Ermittlern, dass diese den Fahndungsdruck weiter hoch halten: „Niemand sollte sich im Untergrund sicher fühlen.“ Die Waffenfunde würden die hohe Gefährlichkeit der Flüchtigen belegen. Darüber hinaus bleibe weiter zu prüfen, wer die RAF-Terroristen im Untergrund unterstützt habe.

Faeser: „Die linksextremistische Szene bleibt stark im Fokus der Sicherheitsbehörden.“

Mehr als zwei Jahrzehnte lang terrorisierte die linksextreme RAF die Bundesrepublik mit Morden, Entführungen, Geiselnahmen und Bombenanschlägen. Durch die Terroristen starben von 1970 bis Anfang der 1990er Jahre 34 Menschen – darunter zahlreiche Polizisten sowie hohe Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik. 1998 löste sich die RAF auf. Daniela Klette, Ernst-Volker Staub (69) und Burkhard Garweg (55) bleiben im Untergrund.

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