Antifa-Demo in Leipzig eskaliert

Linksextreme drohen Polizeichef mit Mord

19.09.2021
Lesedauer: 3 Minuten
Vor der Polizeidirektion zeigten die Straftäter das verbotene Banner - Foto: AdoraPress/M. Golejewski

Der schwarze Block schob sich durch Leipzig. Grölend! Randalierend! Polizisten wurden bei der erneut völlig aus dem Ruder gelaufenen LinX-Demo angegriffen, Autos und Gebäude beschädigt. Und: Es gab eine unverhohlene Morddrohung gegen einen Polizeichef, die im Nachhinein von der Marsch-Anmelderin, der Landtagsabgeordneten Juliane Nagel (42/Linke), auch noch verharmlost wurde!

Linksextreme wollen Sachsens Terroristenjäger umbringen!

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Der Leitende Kriminaldirektor Dirk Münster ist Sachsens oberster Terroristenjäger – Foto: SMI Sachsen

„Dirk Münster. Bald ist er aus dein Traum, dann liegst du im Kofferraum!“, stand auf einem Transparent zu lesen, das der schwarze Block am Sonntag vom Johannisplatz Richtung Connewitzer Kreuz trug.

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Wollen nicht erkannt werden: Die Linksradikalen verstecken sich hinter dem Hass-Transparent und Regenschirmen. Die Polizei hat unablässig gefilmt, hofft auf Sequenzen, die Gesichter erkennen lassenFoto: NEWS5

Der Spruch soll offenbar an die Linksterroristen der RAF erinnern, die 1977 den Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer (†62) im Kofferraum eines Autos entführt und später ermordet hatten.

Der Polizeichef, dem nun die Leipziger Morddrohung galt, ist der Leitende Kriminaldirektor beim Landeskriminalamt Dirk Münster. Der 49-Jährige ist Chef des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums (PTAZ). Das PTAZ ging 2017 aus dem Operativen Abwehrzentrum (OAZ) auf, welches sich vornehmlich mit der Verfolgung rechtsextremistischer Straftaten befasste.

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Brennende Barrikaden in ConnewitzFoto: AdoraPress/M. Golejewski

Bei Münsters PTAZ laufen die Ermittlungen rechts- und linksextremistischer Straftaten zusammen. Auch bei Ausschreitungen, Brandstiftungen oder Angriffen auf Polizeidienststellen in Connewitz übernimmt das PTAZ.

Die Polizei ermittelt wegen des Transparents mit der Drohung. In der Medieninformation aus der Nacht heißt es dazu: „Zudem wurde ein Transparent mit einer Aufschrift festgestellt, die den Straftatbestand der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten verwirklichte.“

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Die Polizei musste Wasserwerfer und Räumpanzer einsetzenFoto: Jan Woitas/dpa

Die linksradikalen Straftäter durften die Morddrohung bis zum Connewitzer Kreuz tragen. Die Polizei setzte auf Deeskalation, ließ die Täter gewähren. Sprecherin Sandra Freitag zu BILD: „Wir hatten nicht genügend Beamte vor Ort, um das Banner einzuziehen, setzten deshalb auf Deeskalation. Die Szene wurde jedoch umfassend videografiert und wird nun ausgewertet.“

Auch die Anmelderin des Aufzugs, die Linken-Landtagsabgeordnete Juliane Nagel, ließ ihr Gefolge gewähren.

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