Corona

Lauterbach: Sprecher verweigert Auskunft über vierte Impfung

05.08.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Karl Lauterbach Bildquelle: dpa

Eine Journalistin wollte wissen, wann Lauterbach zum vierten Mal geimpft wurde. Das Bundesgesundheitsministerium verweigert die Antwort auf die Frage.

Die Corona-Infektion von Gesundheitsminister Karl Lauterbach sorgt für viele Fragen. Lauterbach hatte am Donnerstag seine Infektion bekannt gegeben. Nach Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums ist der 59-Jährige vierfach geimpft. Die Journalistin Janina Lionello des Nachrichtenformats „Achtung, Reichelt!“ wollte dazu wissen, wie lange die letzte Impfung zurückliegt. Das Bundesgesundheitsministerium verweigert diese Auskunft nach Lionellos Angaben. Sie zitiert einen Sprecher des Ministeriums: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht in Details zu medizinischen Angelegenheiten gehen können.“

Die Weigerung, den Zeitpunkt der letzten Impfung von Karl Lauterbach bekannt zu geben, sorgt für Unverständnis. So schreibt etwa der Journalist Tim Röhn (Welt): „Seit 1,5 Jahren werden die Bürger dazu verdonnert, ‚medizinische Angelegenheiten‘ ggü. irgendwelchen Türstehern, Kellnern und Zugkontrolleuren offenzulegen. Der Gesundheitsminister selbst hingegen mag solche Infos nicht herausgeben.“ Es sei daher „höchste Zeit, #Covid-Zertifikate einzustampfen“.

Der exakte Zeitpunkt von Corona-Impfungen soll nach dem Willen Lauterbachs ab Oktober darüber entscheiden, für wen eine Maskenpflicht gilt und für wen nicht. Ausschlaggebend ist hier der Zeitpunkt der dritten Impfung. Liegt diese länger als drei Monate zurück, werden dreifach geimpfte Menschen nach dem Willen von Lauterbach und Buschmann ab Oktober mit Ungeimpften gleichgestellt.

Lauterbach: „Vierte Impfung oder Ansteckung“

Unterdessen hat Lauterbach mitgeteilt, er habe aktuell nur leichte Symptome. Zur „Vermeidung von Komplikationen“ nehme er Paxlovid. Ende Juli hatte Lauterbach via Twitter noch einen Artikel über medizinische Aspekte einer vierten Impfung gegen Corona geteilt. Dazu hatte er damals festgestellt: „Für viele mit hohen Risiken gilt: 4. Impfung oder Ansteckung.“

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