Schwerer Wahlkampf-Fehltritt eines Grünen-Spitzenpolitikers.
Oliver Krischer (51), Fraktionsvize im Bundestag, ging auf Twitter auf CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet los – und griff dabei in die unterste Schublade.
Der Vorwurf des Grünen: „Laschet-Politik“ kostet „überall auf der Welt – gerade in Kanada – Menschen das Leben“!
Hintergrund: Die CDU-FDP-Regierungskoalition in NRW unter Laschets Führung plant ein Gesetz, das einen Mindestabstand von 1000 Metern von Windrädern zu Wohnbebauung festschreiben soll.
Laut Krischer „beende“ das den Ausbau der Windenergie, schade den Klimaschutz-Zielen (diese will die Koalition durch ein Gesetz erhöhen).
Der Grünen-Politiker wörtlich: „Morgen beenden #CDU & #FDP im Landtag #NRW per Gesetz den Ausbau der #Windenergie, bekräftigten aber, #Klimaschutz Ziele durch Windenergieausbau erreichen zu wollen. Willkommen in der komplett fakten- & realitätsfreien Welt des Armin #Laschet, wie er auch den Bund regieren will.“
Diese #Laschet Politik kostet überall auf der Welt – gerade in #Kanada – Menschen das Leben. In #NRW und ganz Deutschland vernichtet sie zehntausende Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Basis unseres Landes #LaschetVerhindern #Klimaschutz #KlimakriseISTjetzt #Klimakatastrophe
— Oliver Krischer (@Oliver_Krischer) June 30, 2021
Krischers unglaublicher Schluss: „Diese #Laschet Politik kostet überall auf der Welt – gerade in #Kanada – Menschen das Leben. In #NRW und ganz Deutschland vernichtet sie zehntausende Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Basis unseres Landes #LaschetVerhindern #Klimaschutz #KlimakriseISTjetzt #Klimakatastrophe.“
Im Westen Kanadas grassiert aktuell eine extreme Hitzewelle. Diese hat nach Angaben der Behörden in British Columbia zu Hunderten Todesfällen beigetragen.
Aber ist „Laschet-Politik“ schuld an Hitzetoten in Kanada? Wohl kaum.
Erst gestern hatten viele Grüne „Rufmord“, „Kampagne“ und „rechten Propagandakrieg“ beklagt, als es um die Plagiatsvorwürfe gegen ihre Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) ging, Kritik der freien Presse sogar mit den Propagandamethoden Adolf Hitlers verglichen.


„Wahlkampf auf AfD-Niveau“
Alexander Graf Lambsdorff (54, FDP) wirft den Grünen bei Twitter nun „Wahlkampf auf AfD-Niveau vor“, fragt: „Laschet ein Mörder? Die FDP eine Komplizin? Was kommt als Nächstes?“
#Laschet ein Mörder? Die #FDP eine Komplizin? Was kommt als Nächstes? Das ist #Wahlkampf auf #noAfD-Niveau von einem prominenten #Grünen Bundestagsabgeordneten aus #NRW.
— Alexander Lambsdorff (@Lambsdorff) July 1, 2021
Könnten @MiKellner oder @ABaerbock das bitte klarstellen? Das ist ein #NoGo, auch im Wahlkampf. #BTW21 https://t.co/5N0oqjTR8w
Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (56, CDU) forderte Krischer auf, seinen Tweet zu löschen, fragte ungläubig: „Total die Kontrolle verloren?“
Total die Kontrolle verloren? Schnell löschen und entschuldigen @Oliver_Krischer ! https://t.co/8Q5S4gh3Xn
— Karin Prien (@PrienKarin) July 1, 2021
CDU-Bundestagsabgeordneter Sebastian Steineke (48) kommentiert: „Da brechen ja wohl alle Dämme.“
Wenn jemand eine Schmutzkampagne fährt, dann ja wohl die #Grünen. Da brechen ja wohl alle Dämme. Unglaublich! https://t.co/cVNYTjqCZH
— Sebastian Steineke (@SteinekeCDU) July 1, 2021
Bettina Stark-Watzinger (53), Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Bundestagsfraktion, schreibt: „Auf diesen Populismus können wir verzichten.“
Fairness im Wahlkampf? Das sieht anders aus. Schwarz-Gelb in NRW für Tote in Kanada verantwortlich zu machen, ist wahrlich keine professionelle Wahlkampfaussage. Auf diesen Populismus können wir verzichten. #Gruene https://t.co/M6ykDXrIgB
— Bettina Stark-Watzinger (@starkwatzinger) July 1, 2021
CDU-Politikerin Serap Güler (40) meint: „Das muss dieser ‚faire‘ Wahlkampf sein.“
Das muss dieser „faire“ Wahlkampf sein. Liebe Grüne, sowas kennt man eigtl von Nichtdemokraten. Ist das wirklich euer Niveau? Ihr müsst Ja platzen vor Nervosität. #NoGo https://t.co/gW0iqiqPXK
— Serap Güler (@SerapGueler) June 30, 2021


