Betrunken am Valentinstag

Kinder offenbar bei Pyjamaparty bepöbelt – US-Demokratin bittet um Entschuldigung

23.02.2022
Lesedauer: 3 Minuten
Demokratin Abby Broyles: »Statt zu schlafen, halluzinierte ich« (Foto vom November 2020) Foto: Garett Fisbeck / AP

Abby Broyles will ins US-Repräsentantenhaus, nun sorgt ein peinlicher Fall für Schlagzeilen: Bei einer Übernachtungsparty soll die Politikerin Mädchen beleidigt und sich übergeben haben. Jetzt äußerte sie sich selbst dazu.

Die US-Politikerin Abby Broyles hat sich nach einem Vorfall bei einer Übernachtungsparty für 12- und 13-Jährige am Valentinstag entschuldigt. Broyles hatte sich an besagtem Abend bei einer Freundin aufgehalten, deren Tochter die Party feierte. Dabei soll Broyles laut einem Medienbericht unter Alkoholeinfluss gegenüber mehreren Kindern ausfällig und obszön geworden sein. Schließlich übergab sie sich.

Gegenüber dem Lokalsender KFOR sagte Broyles nun, ihr Verhalten sei auf »Nebenwirkungen« zurückzuführen, nachdem sie Wein getrunken und Schlafmittel genommen habe. »Statt zu schlafen, habe ich halluziniert«, sagte die Demokratin. »Und ich kann mich an nichts mehr erinnern, bis ich aufwachte oder wieder zu mir kam und mich in einen Wäschekorb erbrach.«

Broyles spricht von »Schmutzkampagne«

Eltern sowie ein auf der Party anwesendes Mädchen hatten die Geschehnisse zuvor gegenüber der Nachrichtenseite »NonDoc« publik gemacht. Demnach kommentierte Broyles unter anderem die Akne eines der Mädchen in abfälliger Weise – und den Migrationshintergrund eines anderen Kindes. Einer Zwölfjährigen soll sie zudem gesagt haben, dass diese niemals so erfolgreich sein werde wie sie.

Eine Mutter hatte sich auf Twitter kürzlich darüber beschwert, dass Broyles sich bislang nicht bei den Mädchen entschuldigt habe.

Das holte die Politikerin nun nach: »Ich möchte mich aus tiefstem Herzen für jede Verletzung, jeden Schaden und jedes Trauma entschuldigen, das auf mein Verhalten zurückgeht, als ich nicht wusste, was ich tat«, sagte Broyles gegenüber dem Sender KFOR – dort hatte sie einst als Journalistin gearbeitet. Sie sprach zudem von einer »Schmutzkampagne« in den Medien.

Broyles scheiterte gegen langjährigen Senator Inhofe

Die 32-Jährige hatte ihre Anwesenheit auf der Party noch am Donnerstag gegenüber »NonDoc« abgestritten. In dem TV-Interview mit KFOR am Freitag räumte sie dann jedoch ein, doch dort gewesen zu sein. In einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AP erklärte sie nun, sie glaube nicht, dass sie die Dinge gesagt habe, die ihr vorgeworfen würden. »Die Dinge, die man mir vorwirft, sind nicht, wer ich bin. Sie spiegeln überhaupt nicht meine Überzeugungen wider.«

Auch bei Twitter äußerte sich Broyles am Dienstagabend (Ortszeit) zu dem Fall. Dort schrieb sie von einem »schmerzhaften Angriff auf meinen Charakter«. Sie sei nicht perfekt, erklärte Broyles. Aber: »Ich bin sicher, dass ich nicht die Einzige in Oklahoma bin, die an einem Freitagabend mal etwas zu viel hatte.«

Broyles trat 2020 bei der Senatorenwahl in Oklahoma erfolglos gegen den Republikaner Jim Inhofe an. Künftig will sie für einen Sitz im US-Repräsentantenhaus gegen die Republikanerin Stephanie Bice antreten. Broyles will auch nach dem Vorfall an ihrer Kandidatur festhalten. 

fek/aar/AP

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