Krise des Gesundheitssystems

„Karl Lauterbach löscht das Feuer mit Benzin“

03.11.2023
Lesedauer: < 1 Minute
KBV-Chef Andreas Gassen / dpa

Der ambulanten Versorgung droht der Kollaps. Das sagen die Standesvertreter der Kassenärzte, Apotheker und Zahnärzte. Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, schlägt Alarm – und geht dabei hart mit der Politik des amtierenden Bundesgesundheitsministers ins Gericht.

Andreas Gassen ist Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die die Interessen der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten auf Bundesebene vertritt und mit 185.298 Ärzten und Psychotherapeuten die ambulante Versorgung in Deutschland organisiert. Am 19. Oktober hat sich Gassen zusammen mit der Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und dem Vorstandsvorsitzenden der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung in einen Notruf an Bundeskanzler Olaf Scholz gewandt: Die ambulante Versorgung stehe ihrer Einschätzung nach vor dem Kollaps. 

Herr Gassen, es gibt eine alte Baderegel, nach der man nie um Hilfe schreien sollte, wenn man keine Hilfe benötigt. Jetzt haben Sie jüngst zusammen mit der Standesvertretung der Zahnärzte und der Apotheker ein S.O.S. an den Bundeskanzler abgesetzt. Wie zugespitzt ist derzeit die Lage der ambulanten Versorgung in Deutschland?

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