Nord-Stream-Sabotage:

Hershs Recherche zwang US-Regierung zu scharfen Dementi. Das Schweigen der Bundesregierung wird immer dröhnender

10.02.2023
Lesedauer: < 1 Minute
WOLFGANG KUMM / KEYSTONE

Die westlichen Staaten würden am liebsten weiter schweigen.

Doch der Bericht von Journalisten-Legende Seymour Hersh, der behauptet, die Amerikaner hätten mit Hilfe der Norweger die Pipelines gesprengt, haben die US-Regierung zu einem scharfen Dementi herausgefordert.

Eisernes Schweigen herrscht aber immer noch in Deutschland, obwohl selbst das staatstragende ZDF die Sprengung «ohne Übertreibung» als «einen der schwersten Angriffe auf kritische Infrastruktur in Europa» bezeichnet. Betroffen davon ist in erster Linie Deutschland.

Kritischen Zeitgenossen ist schon lange aufgefallen, dass die Bundesregierung es dennoch vorzieht, dröhnend zu schweigen, wie es AfD-Chefin Alice Weidel formulierte. Auch die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht biss bei mehreren Anfragen an die Regierung auf Beton. Selbst eine «Hinterlegung der angefragten Informationen als Verschlusssache beim Deutschen Bundestag würde der Bedeutung der Informationen in Hinblick auf die Sicherheitslage in der Bundesrepublik Deutschland sowie dem Schutz deutscher Interessen im Ausland nicht ausreichend Rechnung tragen», so die Bundesregierung. Auch «nur die geringe Gefahr des Bekanntwerdens» könne angesichts der Sicherheitsinteressen der BRD nicht hingenommen werden.

Im Lichte der Recherchen von Hersh – auch wenn sie nicht bestätigt sind – erhält das immer dröhnender werdende Schweigen der Bundesregierung zusätzliche Brisanz.

Schweigt die Bundesregierung, weil der wichtigste Nato-Verbündete USA die explosiven Finger im Spiel hatte?

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