Ukraine-Krieg

Henry Kissinger schlägt Gebietsabtretungen an Russland vor – Ukraine ist empört

Lesedauer: 2 Minuten

Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger warnt den Westen davor, in den Ukraine-Krieg einzugreifen – man solle die Machtposition Russlands in Europa nicht unterschätzen. Ein ukrainischer Präsidentenberater reagiert empört. Mehr im Liveticker.

Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos vorgeschlagen, dass die Ukraine Gebiete an Russland abgibt, um so den Krieg zu stoppen. Der 98-jährige Friedensnobelpreisträger sagte am Montag auch, dass der Westen nicht zur Niederlage Russlands beitragen solle. Zuerst berichtete darüber die britische Zeitung „Daily Mail“. Die Ukraine sollte laut Kissinger mit Verhandlungen beginnen, „bevor es zu Aufruhr und Spannungen kommt, die nicht leicht zu überkommen sind“.

Er sagte zudem: „Idealerweise wird die Grenze wiederhergestellt, wie sie einmal war.“ Den Krieg über diesen Punkt hinaus weiterzuführen, wäre nicht mehr zugunsten der Freiheit der Ukraine, sondern ein neuer Krieg gegen Russland. Kissinger warnt vor einem weiteren Eingriff des Westens in den Krieg. Man dürfe die Machtposition Russlands innerhalb Europas nicht vergessen.

Mykhailo Podolyak, ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, reagierte via Twitter. „So einfach, wie Herr Kissinger vorschlägt, Russland einen Teil der Ukraine zu geben, um den Krieg zu beenden, würde er auch erlauben, Litauen und Polen abzugeben“, schrieb Podolyak.

„Es ist gut, dass die Ukrainer in den Gräben keine Zeit haben, den ,Davoser Panikmachern‘ zuzuhören. Sie sind ein wenig damit beschäftigt, Freiheit und Demokratie zu verteidigen“, hieß es weiter. Dazu postete Podolyak ein Foto, auf dem Kissinger dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Hand schüttelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Für Energiekonzern
01.12.2024
EU-Plan gescheitert
29.11.2024
ARD-Show "Die 100"
26.11.2024
Abstimmung über neue EU-Kommission
27.11.2024

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

zwei − eins =

Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Für Energiekonzern
01.12.2024
EU-Plan gescheitert
29.11.2024

Neueste Kommentare

Trends

Alle Kategorien

Kategorien