Jennifer Morgan

Hat Baerbocks Klima-Beauftragte ein Rechtsstaats-Problem?

23.07.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Findet bei Außenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) Gehör: Jennifer Morgan (56), ehemalige Chefin von Greenpeace International und beamtete Staatssekretärin im Auswärtigen Amt Foto: IMAGO/photothek

Wirbel um wirre Klimaprotest-Äußerungen von Jennifer Morgan (56), der Sonderbeauftragten für internationale Klimapolitik im Auswärtigen Amt und engen Vertrauten von Außenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne)!

Als verbeamtete Staatssekretärin ist die Ex-Aktivistin und -Chefin von Greenpeace International (2016–2022) eigentlich Repräsentantin der staatlichen Ordnung. Nach Außenministerin Baerbock ist die frisch eingebürgerte Deutsch-Amerikanerin die zweithöchste Frau im Auswärtigen Amt und verantwortlich für die Bereiche Klimaaußenpolitik, Wirtschaft und Technologie.

In einem Interview mit „Funke Medien“ zeigte Morgan trotzdem offen Sympathie für illegale und strafbare Aktionen von Klimaaktivisten. Angesprochen auf Teile der Klimabewegung, die unter dem Schlagwort „friedliche Sabotage“ auch Sachbeschädigung als legitim betrachteten, sagte Morgan: „Ich persönlich glaube, man muss die Menschen mitnehmen auf dem Weg zu Lösungen. Es ist wichtig, dass man sich engagiert. Auf welche Art muss jeder für sich selbst entscheiden.“

Auf Nachfrage, ob man sich also auch für Sachbeschädigung entscheiden könne, erwiderte die Klima-Diplomatin: „Es gibt ganz verschiedene Formen von Aktivismus. Welche Aktionsform die richtige ist, wird heftig diskutiert.“

Morgan fügte zwar hinzu, dass es Gesetze gebe, die für alle gelten. Ein klare Distanzierung von Straftaten und Gewalt als Form des Klimaprotestes klingt trotzdem anders, meint Thorsten Frei (48, CDU), Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag. Gegenüber BILD zeigte sich der CDU-Politiker empört:

„Jetzt rächt es sich, dass sich Frau Baerbock von einer langjährigen Aktivistin und Lobbyistin beraten lässt. Eine hochrangige Vertreterin des Außenministeriums muss sich klar und deutlich von Straftaten und Gewalt distanzieren. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Nein, es ist eben nicht jedermanns Sache, wie man protestiert. Sachbeschädigungen sind Straftaten!“

Unionsgeschäftsführer Thorsten Frei (48) hat für Morgans Äußerungen kein Verständnis
Unionsgeschäftsführer Thorsten Frei (48) hat für Morgans Äußerungen kein Verständnis
Foto: Kay Nietfeld/dpa

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