Es ist eine gewagte Theorie, aber der TV-Meteorologe Jörg Kachelmann mutmaßt, daß Klimaradikale einige Brände gelegt haben könnten, die derzeit in Kanada toben. In dem Land selbst werden Ermittlungen in diese Richtung aufgenommen. Aber Forscher widersprechen.
BERLIN. Der Meteorologe Jörg Kachelmann hat die natürliche Entstehung der Jahrhundertfeuer in Kanada in Zweifel gezogen. „Die spannende Frage bezüglich der Brände in Québec, die später die Rauchbilder in New York produziert haben: Warum sind die Brandstifter an einem klaren Tag fast gleichzeitig ans Werk?“, fragte der Fernsehmoderator am Dienstag in einem Beitrag auf Twitter.
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— Jörg @kachelmann anderswo: @realkachelmann (@Kachelmann) June 13, 2023
Die spannende Frage bezüglich der Brände in Québec, die später die Rauchbilder in New York produziert haben: Warum sind die Brandstifter an einem klaren Tag fast gleichzeitig ans Werk?
Um 16.40 Dortzeit gab es mehr als ein Dutzend Brände, die alle
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Wenn man den Beginn der Brände Revue passieren lasse werde klar, daß die Ursache der Feuer mangels Gewitter nur Brandstiftung seien könne. „Möglicherweise haben die Brandstifter den Tag gewählt, weil Gewitter in der Vorhersage waren und es später auch welche gab“, rekonstruierte der Buchautor die Geschehnisse. Er habe eine solche Massenbrandstiftung noch nie gesehen. Auf die Frage, wer für so eine Tat verantwortlich sein könnte, antwortete Kachelmann: „Wahnsinnige und Menschen, die Bilder in Sachen Klimakrise produzieren wollten (was ja auch sehr gut geklappt hat).“
Kanada erlebt die schlimmsten Waldbrände seiner Geschichte
Seit Anfang Juni wüten in Kanada die schlimmsten Waldbrände in der Geschichte des Landes. Betroffen ist vor allem die Provinz Quebec an der Atlantikküste. Tausende Menschen mußten bisher aus dem Katstrophengebiet evakuiert werden. Mittlerweile sind auch Einsatzkräfte aus Frankreich und den Vereinigten Staaten vor Ort eingetroffen, um bei der Bekämpfung der Brände zu helfen.
Die Brandwolke zog bis an die Ostküste der Vereinigten Staaten, wo sie Metropolen wie New York City und Philadelphia in dichten Rauch einhüllte. „Als Bürgermeister betroffener Städte sind wir zutiefst besorgt über die schlechte Luftqualität in den Städten an der Ostküste der USA und Kanadas, die durch die verheerenden Waldbrände in Kanada verursacht wurde“, bekräftigten die Stadtvorsteher New Yorks, Philadelphias, Torontos, Montreals und von Washington D.C. in einer gemeinsamen Mitteilung.
Auch die Premierministerin des kanadischen Bundestaats Alberta, Danielle Smith (Konservative), deutete unlängst an, die Feuer könnten teils auch durch Brandstifter gelegt worden sein. „Wir haben uns Ermittler in Sachen Brandstiftung nach Alberta geholt“, betonte die Politikerin zuletzt laut der kanadischen Tageszeitung National Post. In Alberta sei der Ursprung von fast 175 Feuern nach wie vor ungeklärt.
Meteorologen widersprechen Brandstiftungstheorie
Der kanadische Wetterdienst „Instant Weather“ widersprachen derweil der Theorie, es handle sich bei der Ursache der Feuer zumeist um Brandstiftung. „Nach der Auswertung von Satellitendaten zu den Brandherden und dem Vergleich mit Informationen über zu diesem Zeitpunkt auftretenden Gewittern wird das Bild sehr klar“, schrieben die Meteorologen auf Twitter.
"How did the Quebec wildfires start all at once?!" is a question we've been receiving quite a bit.
— Instant Weather Ontario ❄️ (@IWeatherON) June 8, 2023
We were curious too so we decided to review the data. Using GOES-16 satellite data for fire hotspots and by overlay lightning data, the answer becomes pretty clear.
Of course, not… pic.twitter.com/R0CbhGU1mY
Natürlich seien nicht alle Feuer durch Blitzschlag entstanden. „In seltenen Fällen kann auch menschlichen Versagen, wie etwa außer Kontrolle geratene Lagerfeuer, nicht ordentlich ausgedrückte Zigaretten oder eben auch Brandstiftung, zu den Bränden geführt haben“, kommentierten die Wissenschaftler ihre Einsichten. Es stehe aber jedem frei, die zugänglichen Daten für sich selbst auszuwerten. (JF)



