Aktionsplan gegen Hitze und Dürre

Grünen-Minister für Obergrenze beim Wasserverbrauch

04.07.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Der tägliche Wasserverbrauch jedes Brandenburgers ist von 97 auf 120 Liter gestiegen Foto: picture alliance/dpa

Hitze, Dürre, Niedrigwasser plagen Brandenburg. Aber auch Starkregen und Flut. Jetzt will Umweltminister Axel Vogel (66, Grüne) das Land an den Klimawandel anpassen. Die Senkung des Wasserverbrauchs gehört dazu.

Seespiegel sinken, das Grundwasser auch, doch die Brandenburger füllen ihre Garten-Pools. „Der Wasserverbrauch pro Kopf ist von 97 auf 120 Liter gestiegen“, ärgert sich der Minister, „vielleicht sollten mehr Wasserversorger über eine Begrenzung des Verbrauchs nachdenken.“

Als Beispiel nennt Vogel den Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE). Dort soll der Kubikmeterpreis ab einer bestimmten Grenze drastisch steigen. Mehr als 200 Maßnahmen nennt Brandenburgs neue Klimaanpassungs-Strategie, die die Landesregierung am Dienstag beschloss. 61 davon schon in den nächsten vier Jahren.

Eine lange Staubwolke zieht ein Traktor im Dürrejahr 2018 bei Schönhagen (Teltow-Fläming) hinter sich her Foto: rhi kde

Von Kitas und Schulen über Industriebetriebe bis zu Pflegeheimen und zum Nahverkehr: Alle Lebensbereiche sollen sich auf kommende Wetterextreme einstellen: Mit Trinkbrunnen, Kühlräumen, schattigen Wartehäuschen, hitzefesten Loks, klimatisierten Bussen. Und Wassersparen.

Bei Niedrigwasser sollen Wehre geschlossen werden, Teile des Spreewalds trockenfallen. Gegen Starkregen und Hochwasser helfen Versickerungsflächen, Deiche werden erhöht. Die Millionenkosten – nichts im Vergleich zu 45 Milliarden Euro Schäden bei der Flutkatastrophe im Ahrtal, mahnt der Minister. 134 Menschen starben.

Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (66, Grüne): „Jeder kann erkennen, dass die Ursache und der Ursprung nicht in Deutschland liegen“
Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (66, Grüne) sorgt für den Klimawandel vor Foto: Olaf Wagner

Verbote will der Grüne nicht verhängen. Vogel: „Das ist Sache der Landkreise, Städte, Gemeinden, Verbände.“ Und die handeln schon. Anfang Juni erließ die Stadt Brandenburg/Havel ein Wasserentnahmeverbot für Flüsse und Seen. Vogel: „Das wird sich immer weiter verschärfen.

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