Pannen-Einbau in Parteizentrale

Grüne verzweifeln an eigener Wärmepumpe

09.06.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Die Wärmepumpe in der Bundesgeschäftsstelle der Grünen in Berlin-Mitte Foto: BILD

Scheitern die Grünen an der „Wärmewende“ im eigenen Haus?

Die Parteizentrale der Grünen liegt in einem gediegenen Altbau im feinen Berlin-Mitte: Hohe Decken und ausladende Balkone runden das Bild ab.

Doch schenkt man einem aktuellen Medienbericht glauben, fehlt noch eines zum Glück: Die Wärmepumpe!

Wie das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtet, scheitern die Grünen seit dreieinhalb Jahren mit der Wärmewende im eigenen Haus.

Eigentlich wollte die Öko-Partei den Umbau ihrer Bundesgeschäftsstelle in Berlin dazu nutzen, um neben der Sanierung der Räume auch das Heizsystem zu erneuern und klimaneutral zu machen – doch die Wärmepumpe läuft und läuft nicht.

Die Wärmepumpe im Innenhof der Grünen-Parteizentrale in Berlin-Mitte.
Hier wird für die Wärmepumpe im Innenhof der Grünen-Parteizentrale gebohrt
Foto: BILD

Um die Wärmepumpe zum Laufen zu bringen, müssen zahlreiche Kabel und Rohre verlegt werden. Zudem muss im Innenhof der Parteizentrale für die Erdwärmesonde ein tiefes Loch gebohrt werden.

Dafür braucht es neben einer entsprechenden Genehmigung auch eine Spezialbohrmaschine und geschultes Personal. Dadurch soll es laut „Spiegel“ zu enormen Verspätungen gekommen sein.

Um die Wärmewende im eigenen Haus endlich zu vollziehen, wurde laut Angaben einer Grünen-Sprecherin in der Zeit zwischen 22. Mai bis zum 2. Juni 2023 im Innenhof gebohrt. Dafür musste die Bohrmaschine über das Dach in den Innenhof der Grünen-Zentrale gehoben werden. Pünktlich zum Start der diesjährigen Heizsaison soll die Wärmepumpe aber endlich laufen.

Der gesamte Umbau soll dann etwa 5 Millionen Euro verschlungen haben.

Ein Grünen-Sprecher widersprach der Darstellung. Im „Spiegel“-Bericht gebe es „einige falsche Behauptungen“, sagte er auf Anfrage. Zu den konkreten Details äußerte sich die Partei allerdings bis zum späten Freitagnachmittag nicht.

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