Mecklenburg-Vorpommern

Grüne distanzieren sich von Kriegs-Wahlvideo eines Kandidaten

16.08.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Gehen auf Distanz zu Stefan Frey: die Grünen-Vorsitzenden in Mecklenburg-Vorpommern, Ole Krüger und Weike Bandlow - Quelle: pa/dpa/dpa-Zentral/Bernd Wüstneck

Stefan Frey, Grünen-Kandidat für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat ein Video mit Wehrmachtssoldaten aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Slogan „Überlassen Sie unsere Zukunft nicht Gestrigen und Klimaleugnern“ produziert. Die Landesvorsitzenden distanzieren sich.

Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern haben sich von einem umstrittenen Wahlkampfvideo des Landtagskandidaten Stefan Frey distanziert. Das Video mit verstörenden Kriegsszenen mit Wehrmachtssoldaten aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Slogan „Überlassen Sie unsere Zukunft nicht Gestrigen und Klimaleugnern“ habe Frey ohne Rücksprache mit dem Landesverband produziert, teilten die Landesvorsitzenden Weike Bandlow und Ole Krüger am Sonntag mit. 

Man distanziere sich ausdrücklich davon, Menschen, die dem wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel widersprechen, unreflektiert mit Nationalsozialisten gleichzusetzen, hieß es weiter. Inhalt und Form des Videos stünden im direkten Kontrast zu der Art des politischen Dialoges der Grünen. Der 52-jährige Frey hatte das Wahlkampfvideo nach eigenen Angaben produzieren lassen, um es parteiintern zur Abstimmung zu stellen.

Am Wochenende wurde die Sequenz aber öffentlich, nachdem der Kandidat für den Wahlkreis 14 (Malchin, Altentreptow) das Video mit einer Pressemitteilung versehentlich verschickt haben will. Es wurde wieder aus dem Netz genommen.

Wie die Grünen-Landesvorsitzende sagte, habe der Neubrandenburger Kreisverband es dem Landesvorstand geschickt. Zu einem Gespräch mit Frey sei es noch nicht gekommen. Zuerst hatte der Neubrandenburger „Nordkurier“ darüber im Zusammenhang mit einem Wahlkampftermin der Grünen berichtet.

dpa/Jr

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