Trotz der schwächeren Konjunktur kann Finanzminister Lindner mit höheren Steuereinnahmen rechnen. 2025 könnten die Einnahmen erstmals eine Billion Euro überschreiten.
Berlin Wenn Christian Lindner (FDP) an diesem Donnerstag erstmals als Bundesfinanzminister eine Steuerschätzung präsentieren wird, steht der FDP-Politiker gleich vor einem Dilemma. Er muss erklären, warum der Staat im Geld schwimmt, aber dennoch keine Mittel für Mehrausgaben da sind. Diese Botschaft gut zu kommunizieren wird selbst für einen geübten Rhetoriker wie Lindner eine Herausforderung.
Denn trotz Ukrainekrieg und abflauender Konjunkturlage kann der Staat überraschenderweise mit gigantischen Mehreinnahmen rechnen. Lindners Beamte im Bundesfinanzministerium prognostizieren in ihrer Vorlage für den Arbeitskreis Steuerschätzung gegenüber der letzten Prognose aus dem vergangenen November gesamtstaatliche Mehreinnahmen bis 2026 in Höhe von 232 Milliarden Euro.
Das Papier liegt dem Handelsblatt auszugsweise vor. Im Jahr 2025 knacken Bund, Länder und Kommunen demnach sogar erstmals die Billionengrenze bei den Steuereinnahmen.



