Französischer Präsidentschaftskandidat verurteilt

Gericht verhängt Geldstrafe für Zemmour wegen Aussagen über Migranten

18.01.2022
Lesedauer: < 1 Minute
Der extrem rechte Präsidentschaftskandidat Eric Zemmour ist schon öfter wegen rassistischer Äußerungen aufgefallen.FOTO: FRANCOIS MORI/AP/DPA

Der extrem rechte französische Präsidentschaftskandidat Éric Zemmour ist wegen „Mittäterschaft bei der Aufstachelung zum Rassenhass“ zu 10.000 Euro Buße verurteilt worden. Wie ein Pariser Gericht am Montag entschied, soll Zemmour 100 Tagessätze je 100 Euro zahlen.

In dem Fall ging es der französischen Nachrichtenagentur AFP zufolge um Aussagen Zemmours über unbegleitete minderjährige Migranten. Im Herbst 2020 hatte er diese bei einer Debatte im französischen Sender CNews als „Diebe“, „Mörder“ und „Vergewaltiger“ bezeichnet.

Zemmour nannte das Urteil in einer Mitteilung dumm und ideologisch, und kündigte an, in Berufung zu gehen.

Der 63-jährige Publizist wurde bereits mehrfach wegen seiner Aussagen vor Gericht gebracht. 2011 verurteilte ihn ein Gericht in einem ähnlichen Fall zu einer Geldstrafe von 2000 Euro, wie der Sender France Info berichtete.

Der Rechtspopulist hat seine Kandidatur für die französischen Präsidentschaftswahlen im April erklärt. In aktuellen Umfragen kommt er auf Zustimmungswerte zwischen 12 und 15 Prozent. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Für Energiekonzern
01.12.2024
EU-Plan gescheitert
29.11.2024
ARD-Show "Die 100"
26.11.2024
Abstimmung über neue EU-Kommission
27.11.2024

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

vier × 1 =

Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Für Energiekonzern
01.12.2024
EU-Plan gescheitert
29.11.2024

Neueste Kommentare

Trends

Alle Kategorien

Kategorien