Annalena Baerbocks Ministerium machte Druck auf die deutsche Botschaft in Islamabad, bei der Aufnahme von angeblich gefährdeten Afghanen nicht so genau hinzusehen. Ein besonders drastischer Fall wird für sie nun zum politischen Problem.
Der Fall Mohammad G. schlägt weiter Wellen. Über den jungen Mann aus Afghanistan, der trotz erheblicher Zweifel an seiner Identität auf Weisung des Auswärtigen Amtes ein Visum für Deutschland bekommen soll, hat Cicero bereits mehrfach berichtet. Nun legt die Bild-Zeitung nach, spricht vom „Visa-Skandal“ und veröffentlicht eine brisante E-Mail aus der Rechtsabteilung des von Annalena Baerbock geführten Ministeriums.
Die E-Mail, die Ende Dezember aus dem für Visa-Einzelfälle zuständigen Referat 509 an die deutsche Botschaft in Islamabad ging, hat es in sich. Denn die für den Fall zuständige Auslandsvertretung im Nachbarland Pakistan wird darin aufgefordert, das Visum für Mohammad G. auszustellen, obwohl dieser einen gefälschten Pass vorgelegt hatte.



