Steuergeld

EU will es verheimlichen: Deutschland bleibt Zahlmeister

29.09.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Ursula von der Leyen: Kann auf Milliarden aus Deutschland zurückgreifen Foto: picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth

Deutschland bleibt trotz Wirtschaftskrise, Inflation und grassierender Altersarmut Hauptgeldgeber der EU. Fast zwanzig Milliarden Euro überwies die Bundesrepublik 2022 mehr an Brüssel, als sie wieder zurückbekam. Freuen darf sich vor allem Polen.

KÖLN. Deutschland bleibt mit großem Abstand der größte Finanzier und Nettozahler der Europäischen Union. Die Differenz zwischen den eingezahlten deutschen Beiträgen und erhaltenen Fördermitteln betrug 2022 rund 19,7 Milliarden Euro. An zweiter Stelle liegt Frankreich weit abgeschlagen mit rund zehn Milliarden Euro Mindereinnahmen.

Die übrigen sogenannten Nettozahler Italien, Niederlande, Schweden, Österreich, Irland, Dänemark und Finnland zahlten mit Beträgen zwischen 3,9 Milliarden Euro (Italien) und 0,8 Milliarden Euro (Finnland) zusammen knapp 13,2 Milliarden zu viel ein. Das geht aus Zahlen des Institutes der Deutschen Wirtschaft Köln hervor. Die Europäische Union gibt aus politischen Gründen seit 2020 keine eigenen Berechnungen mehr an.

Britischer EU-Austritt bringt zusätzliche Kosten

Auf der anderen Seite ist Polen mit Abstand der größte Profiteur. Das Nachbarland erhielt aus dem EU-Haushalt 2022 rund 11,9 Milliarden Euro überwiesen. Gefolgt von Rumänien mit 5,6 Milliarden Euro. Die übrigen Empfängerländer sind Ungarn, Griechenland, Portugal, Tschechien, Slowakei, Litauen, Bulgarien, Kroatien, Spanien, Lettland, Estland, Luxemburg, Slowenien, Zypern, Malta und Belgien.

Deutschland hatte schon immer den größten Anteil am EU-Haushalt zu zahlen. Seit dem Austritt Großbritanniens ist dieser jedoch noch einmal deutlich gestiegen. Davor lag dieser durchschnittlich bei 13 bis 14 Milliarden Euro. Da aber die Wirtschaft der Bundesrepublik im Vergleich zu anderen EU-Staaten derzeit stagniert, hat sich dieser Betrag etwas abgeschwächt. In den Jahren davor lag dieser sogar bei über 21 Milliarden Euro. (JF)

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