Berlins früherer Bürgermeister und SPD-Politiker Klaus Wowereit kritisiert die aktuelle politische Generation. Bei der CDU würde er „irre werden“, wenn er zwischen den drei Kandidaten den Parteivorsitz wählen müsste. Auch seine Partei kommt schlecht weg.
Der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sieht die aktuelle Generation von Politikern sehr kritisch. „Was ich so schade finde, ist, wer kommt da nach, und was haste für ein Potenzial?“, sagte Wowereit der Wochenzeitung „Die Zeit“. Von 2009 bis 2013 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD.
Mit Blick auf die Vorsitzendenwahl der Christdemokraten zwischen Friedrich Merz, Helge Braun und Norbert Röttgen fand Wowereit harte Worte. Wenn er sich das „Drama“ bei der CDU ansehe, werde er „irre“. „[U]nd du sollst da zwischen diesen dreien auswählen!“, sagte Wowereit dem Blatt.
Ex-Bürgermeister kritisiert auch eigene Parteimitglieder
Auch die Vorsitzenden seiner Partei Saskia Esken und Norbert-Walter-Borjans kritisierte er. „Esken und Borjans, und was da alles war, da habe ich mir auch gedacht: Das kann ja wohl nicht wahr sein“, sagte Wowereit. Er sehe keine Politikerinnen und Politiker, „die über den Tellerrand rausschauen und nicht Mittelmaß sind“.
Der 68-Jährige hat wenig Hoffnung, dass es besser mit dem politischen Nachwuchs wird. „Das Schlimme ist ja auch, wenn du Mittelmaß hast, dann produziert das nur noch schlechteres Mittelmaß.“
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