Schock-Aussage von Ex-Griechen-Minister kurz vor Merkel-Besuch

„Die Deutschen werden leider zahlen und zahlen und zahlen …“

28.10.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Yanis Varoufakis (60) war 2015, auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise, Finanzminister der radikal-linken Syriza-Regierung in Griechenland - Foto: AFP/Getty Images

Während Angela Merkel (67) am Donnerstag zum vermutlich letzten Mal in ihrer Amtszeit nach Griechenland reist, rechnet ER mit der deutschen Finanzpolitik zur Griechenlandrettung ab: Yanis Varoufakis (60).

Er war DAS Schreckgespenst der Griechenland-Krise, Frauenschwarm (polierte Glatze, muskulös, enge Hemden, dickes Motorrad) und Finanzminister der radikal-linken Syriza-Regierung auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise im Jahr 2015.

Damals sagte der Gegenspieler von Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) und vor allem des damaligen Finanzministers Wolfgang Schäuble (79, CDU), dass wir Deutschen unser Geld in einem schwarzen Loch namens Griechenland versenken. Er wollte: heimlich aus dem Euro raus!

Und heute?

Rechnet er knallhart ab und prophezeit den „deutschen Arbeitern und Mittelständlern“ gegenüber BILD in Athen: „Sie werden leider zahlen und zahlen und zahlen …“

▶︎ Profiteure der Krise: „Deutsche oder griechische Oligarche“, die laut Varoufakis „immens vom Rettungspaket des griechischen Staates profitiert haben“ – und in Zukunft noch weiter profitieren werden.

Die Griechenlandrettung, so der hochumstrittene Ökonomie-Professor (Unis Athen, London, Turin, Sydney), sei von Beginn an zum Scheitern verurteilt gewesen, die Staatsschulden seien trotz Schuldenschnitt und Milliarden-Hilfen (278 Mrd. Euro direkte Zahlungen) auf Rekordniveau – Tendenz: „ewig steigend“.

Haben wir Deutschen unser Geld also in dem berüchtigten schwarzen Loch namens Griechenland versenkt?

„Aktuell kämpft das griechische Nationaleinkommen, die 168 Milliarden Euro-Marke zu erreichen – selbst nach einer guten Tourismus-Saison. Die Schulden unseres Staates bewegen sich währenddessen auf 400 Milliarden Euro zu“, so der Ex-Finanzminister.

„Ich fürchte, ich hatte recht.“

Merkel landet am Donnerstagabend für eine zweitägige Griechenlandreise in Athen, trifft am Abend Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis (53) in seiner privaten Residenz zum Gespräch unter vier Augen. Der Botschafter lädt zum Dinner in das Fünf-Sterne-Hotel „St George Lycabettus“ – mit Blick über Athen und aufs Meer, bis hin zur Insel Aegina.

Varoufakis‘ Abschiedsworte an die scheidende deutsche Bundeskanzlerin: „Frau Merkel, um Tacitus zu paraphrasieren, Sie haben es geschafft, Griechenland in eine Wüste zu verwandeln, und dann haben Sie es Frieden genannt.“

Sie habe „ihr enormes politisches Kapital vergeudet, um ‚business as usual‘ aufrechtzuerhalten“.

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