Immer mehr Flüchtlinge erreichen Nordrhein-Westfalen. Erste Städte müssen sie schon wieder in Turnhallen unterbringen. Nicht nur deshalb wächst in einigen Kommunen der Unmut.
Schon vor der Zusammenkunft von Bund und Ländern im Mai machten die Kommunen deutlich, dass sie die wachsende Zahl von Flüchtlingen so stark herausfordert wie schon lange nicht mehr. Allenthalben wurde gewarnt: Was sich da abzeichne, könne die Lage während der sogenannten Flüchtlingskrise 2015/16 in den Schatten stellen.
Als Minimalkompromiss gab der Bund schließlich eine einmalige Finanzspritze in Höhe von einer Milliarde Euro. Die Kommunen empfinden das nicht als substanzielle Entlastung. Sie fordern ein Finanzierungssystem, das sich dynamisch den Flüchtlingszahlen anpasst, sowie ein dauerhaftes Konzept zur Unterbringung und Integration. Beim nächsten Flüchtlingsgipfel mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) im November wird es also wieder viel zu besprechen geben.


