Will Deutschland seine Klimaziele bis 2030 erreichen, muss das Land jährlich 100 Milliarden Euro zusätzlich investieren. Eine Studie von BDI und BCG schlüsselt auf, was noch passieren muss.
Berlin Bis 2030 erfordert die Umsetzung der von der Politik beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen private und öffentliche Mehrinvestitionen in Höhe von rund 860 Milliarden Euro, also knapp 100 Milliarden Euro jährlich. Das haben der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Boston Consulting Group (BCG) gemeinsam mit Vertretern von 80 Unternehmen und Industrieverbänden errechnet.
Die Bundesrepublik stehe vor der größten Transformation ihrer Geschichte, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm bei der Präsentation der Studie an diesem Donnerstag. „Uns läuft die Zeit davon.“ Politische Grundsatzentscheidungen zur Umsetzung der Klimaziele seien überfällig. „Die Herausforderung, der Handlungsdruck und die Risiken sind immens. Die aktuelle Klimapolitik reicht in keinem Sektor aus“, sagte der BDI-Präsident.
Der umfassende Transformationsprozess brauche eine zentrale strategische Steuerung in der Regierung. Die nächste Bundesregierung müsse weg von einer „fragmentierten Verantwortung“ in Sachen Klimaschutz, die „zentrale Klimakompetenz“ müsse idealerweise beim Kanzleramt liegen, forderte Russwurm.



