Ohne Einverständnis der Eltern

Bio-Lehrerin impft Schüler (17): „Wird schon klappen“

06.01.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Quelle: Twitter / PeiSzeCheng4NY

New York – Das ging eindeutig zu weit: Eine Bio-Lehrerin aus Long Island (US-Bundesstaat New York) verpasste einem 17-jährigen Schüler eine Covid-19-Impfung – ohne dafür qualifiziert zu sein und ohne Einverständnis der Eltern!

In einem Video, das dem US-Sender NBC vorliegt und über das auch die BBC berichtet, ist zu sehen, wie Laura Parker Russo (54) dem Jungen eine Stelle am Oberarm desinfiziert. Sie sagt: „So geht’s, Impfstoff für zu Hause. Das wird schon klappen.“ Dann soll sie ihm die Spritze gesetzt haben.

Offenbar handelt es sich bei dem Impfstoff um den von Johnson&Johnson – wie Russo daran kam, ist noch unklar, teilte die Polizei mit.

Klar ist jedoch: Für die Aktion, die in Russos Privathaus in Sea Cliff auf Long Island stattfand, lag keine Einwilligung der Eltern des Jungen vor. Allerdings soll der 17-Jährige seine Lehrerin –mit deren Sohn er befreundet ist – um die Impfung gebeten haben.

Die 54-Jährige wurde festgenommen, nachdem der 17-Jährige seiner Mutter zu Hause von allem erzählt hatte.

Laura Parker Russo mit ihrem Mann John. Sie unterrichtet Biologie an der Herricks High School in New York
Laura Parker Russo mit ihrem Mann John. Sie unterrichtet Biologie an der Herricks High School in New York
Foto: laura parker russo/Instagram

Illegale und gefährliche Aktion

Impfungen dürfen nur von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden – und die lag bei Laura Parker Russo laut Ermittlern definitiv nicht vor. Die sechsfache Mutter wurde wegen unbefugter Berufsausübung angeklagt.

Darüber hinaus soll Russo einen Impfstoff genommen haben, der für Personen unter 18 Jahren gar nicht vorgesehen ist. Für Jugendliche in den USA wird ausschließlich das Vakzin von Biontech eingesetzt.

Der Leiter der Herricks High School, an der Frau Russo tätig war, erklärte, dass die Lehrerin „aus dem Klassenzimmer entfernt und bis zum Abschluss der Ermittlungen versetzt wurde“, berichtet CBS.

Eine erste Anhörung in dem Fall ist für den 21. Januar geplant. Soll die Lehrerin verurteilt werden, drohen ihr bis zu vier Jahren Haft.

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