Durchsuchungen an 41 Orten

Bestechlich? Polizist soll fast 250.000 Euro genommen haben

21.02.2023
Lesedauer: < 1 Minute
Eine Hand reicht einer anderen Geldscheine (Symbolbild): 41 Orte in Berlin wurden durchsucht. (Quelle: sepp spiegl/imago images)

Zwei Polizisten sollen in Berlin Bestechungsgeld genommen haben. Im Gegenzug wurden Geschäftsleute vor Durchsuchungen gewarnt.

In Berlin wird gegen zwei Polizeibeamte ermittelt. Das berichten die Polizei Berlin und die Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Zunächst stand der Verdacht der Bestechlichkeit und Bestechung im Raum. Inzwischen haben sich die Ermittlungen ausgeweitet auf Strafvereitelung im Amt, Rechtsbeugung, Steuerhinterziehung und Geldwäsche. An insgesamt 41 Orten in Berlin wurden Wohn- und zwei Diensträume der Polizei Berlin durchsucht.

Neben den zwei Polizisten gibt es sechs weitere Beschuldigte. Bei denen soll es sich nach Polizeiangaben um Geschäftsinhaber in Berlin handeln. Die beiden Beamten sollen diese vor anstehenden Kontrollen gewarnt haben. „Der Polizeiobermeister soll zudem Ermittlungsverfahren eingeleitet haben, ohne die Verdachtsgrundlage – beispielsweise Hinweise von den mitbeschuldigten Geschäftsinhabern – zutreffend zu erfassen“, schreiben Polizei und Generalstaatsanwaltschaft.

Woher kam das Geld?

Auf dem Konto des Polizeiobermeisters sollen außerdem 249.000 Euro liegen, deren Quelle bisher unklar ist. Die soll nun anhand der im Rahmen der während der Durchsuchungen gefundenen Datenträger und Unterlagen geklärt werden.

„Neben strafrechtlichen Maßnahmen werden durch die Polizei Berlin aktuell Entscheidungen zu dienstrechtlichen Schritten getroffen. In Abhängigkeit vom Ausgang des Ermittlungsverfahrens werden weiterhin disziplinarrechtliche Schritte eingeleitet“, schreiben Polizei und Generalstaatsanwaltschaft.

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