Rückschlag für Biden

Bei US-Impfpflicht „schwerwiegende verfassungsrechtliche Probleme“

07.11.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Eine junge Frau lässt sich von einer medizinischen Mitarbeiterin gegen das Coronavirus impfen - Quelle: dpa/Stefan Sauer

In ihren Bemühungen um weitgehende Impfpflichten hat die Regierung von US-Präsident Joe Biden einen juristischen Rückschlag erlitten. Eine Verfügung der Regierung wurde von einem Bundes-Berufungsgericht ausgesetzt.8Anzeige

Ein Bundes-Berufungsgericht in New Orleans hat die Umsetzung einer Verfügung der Regierung in Washington ausgesetzt. Betroffen wären Mitarbeiter von Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten und bestimmte Arbeitnehmer im Gesundheitswesen. Die Regierung will, dass Arbeitgeber vom 4. Januar an von diesen insgesamt mehr als 100 Millionen Arbeitnehmern eine Impfung gegen das Coronavirus oder wöchentliche negative Tests verlangen müssen.

Das Gericht argumentierte, es gebe Anlass zur Annahme, dass die Maßnahmen „schwerwiegende gesetzliche und verfassungsrechtliche Probleme“ aufwiesen. Die Richter kündigten vor einer endgültigen Entscheidung eine beschleunigte Überprüfung der Verfügung an, gegen die unter anderem Unternehmen und republikanisch regierte Bundesstaaten geklagt hatten.

Der Generalstaatsanwalt des zu den Klägern gehörenden Bundesstaats Louisianas, Jeff Landry, nannte den Gerichtsbeschluss „einen wichtigen Sieg“. Damit werde der „Angriff auf private Unternehmen“ durch den Demokraten Biden gestoppt.

Die vor wenigen Tagen verkündeten Impfpflichten sind zentrale Bestandteile der Maßnahmen, mit denen die Biden-Regierung die Impfquote erhöhen und die Pandemie besiegen will.

Die Impfkampagne in den USA macht nur langsam Fortschritte. Bislang sind gut 58 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft. Im Sommer wurden die USA heftig von der Delta-Welle getroffen – mittlerweile gehen die Infektionszahlen aber wieder deutlich zurück.

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