Im vergangenen Jahr wirbt Bahlsen im Netz für seine Schokoladenwaffeln „Afrika“. Bei einigen Usern kommt der Name aber nicht gut an. Nun bringt die Firma das Knabbergebäck mit neuer Bezeichnung auf den Markt.
Nach einer Rassismus-Debatte in sozialen Netzwerken hat der Kekshersteller Bahlsen eines seiner Produkte umbenannt. Im Rahmen eines Relaunches sei der Name der Waffel „Afrika“ in „Perpetum“ geändert worden, teilte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mit. Die neuen Produkte sind demnach seit Juni im Handel erhältlich.
In dem betroffenen Fall sei festgestellt worden, dass der eigentliche Grund für die Namensgebung vor über 60 Jahren – nämlich der Bezug zum Rohstoff Kakao der in einigen afrikanischen Ländern angebaut wird – heute nicht mehr wahrgenommen werde, teilte das Unternehmen aus Hannover mit. Teilweise seien sehr negative Assoziationen hervorgerufen worden.
„Aus diesen Gründen haben wir uns für die Umbenennung entschieden“, sagte der Bahlsen-Sprecher. Der neue Waffel-Name ist nach Konzernangaben vom lateinischen Adjektiv „perpetuus“ abgeleitet, was sich mit „beständig“ ins Deutsche übersetzen lässt.

Im Frühjahr 2020 hatten sich einige Anwender in den Kommentaren zu einem Bahlsen-Bild bei Instagram über den Namen beschwert. Das Unternehmen hatte zum Valentinstag mit einem Bild der seit 1953 bestehenden Marke „Afrika“ geworben.
Der Name jedoch ist jedoch nicht das einzige, was Bahlsen an dem Produkt ändert. Wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet, verfügt eine Einheit „Perpetum“ neben einem neuen Design über 97 Gramm Inhalt. Bei „Afrika“ war mit 130 Gramm deutlich mehr in der Packung.
Quelle: ntv.de, jpe/dpa



