Bundesinnenministerium

Anstieg illegaler Migration über Weißrussland und Polen nach Deutschland

22.09.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Ein Großteil der nach Brandenburg kommenden Migranten sind irakische Staatsbürger Quelle: pa/dpa/dpa-Zentral/Patrick Pleul

Immer mehr Migranten erreichen Deutschland illegal über die deutsch-polnische Grenze in Brandenburg. In der ersten Septemberhälfte waren es laut Bundesinnenministerium rund 400 Migranten – so viele wie im gesamten August. Nun werden Zelte und Toiletten aufgebaut.

Die illegalen Grenzübertritte an der deutsch-polnischen Grenze in Brandenburg nehmen stark zu, wie das Bundesinnenministerium dem Berliner Rundfunk RBB bestätigte. Demnach wurden in den ersten beiden September-Wochen „400 Personen bei der unerlaubten Einreise festgestellt“. Im gesamten August waren es ebenfalls 400.

Die meisten illegalen Migranten kämen in Frankfurt/Oder über die Grenze. Nach Informationen des RBB sollen es allein am vergangenen Wochenende 125 Übertritte gegeben haben. Rund 75 Prozent der Geflüchteten geben an über Belarus oder Litauen und Polen eingereist zu sein, wie die Bundespolizei dem rbb bestätigte. Ein Großteil von ihnen seien irakische Staatsbürger.

Die Bundespolizei sehe einen „Zusammenhang zwischen der Situation an der deutsch-polnischen Grenze in Brandenburg und der Situation entlang der polnisch-belarussischen Grenze“ und „trifft materielle und technische Vorsorge zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen“. So sollen auf dem Gelände der Bundespolizei in Frankfurt/Oder schon Zelte und Toiletten für die Geflüchteten aufgebaut worden sein.

Polen beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, Migranten aus Krisenregionen organisiert an die EU-Außengrenze zu bringen. Von dort aus versuchen viele nach Deutschland zu gelangen. Warschau wirft dem Regime in Minsk vor, die EU und Polen als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen durch das gezielte Durchschleusen von Migranten destabilisieren zu wollen. Die Eskalation an der polnisch-belarussischen Grenze hat bereits die ersten Todesopfer unter Geflüchteten gefordert.

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