Die Zahlungsansprüche ausländischer Hartz-IV-Bezieher sind die vergangenen Jahre über stark gestiegen. Deutsche machen noch immer den größten Teil der Bezieher aus, allerdings ist ihr Anteil gesunken – so wie auch die ausgezahlte Gesamtsumme.
eit 2007 haben sich die Zahlungsansprüche für Hartz-IV-Bezieher ohne deutschen Pass verdoppelt. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten René Springer, die der Zeitung vorliegt. Demnach sind die entsprechenden Ansprüche im Jahr 2020 auf knapp 13 Milliarden Euro angestiegen. Zu Beginn des Betrachtungszeitraums seien es 6,6 Milliarden gewesen.
Insgesamt sei die Summe aller Ansprüche allerdings gesunken – um 1,1 Milliarden Euro auf 35,4 Milliarden Euro. Die Summe der Zahlungsansprüche deutscher Haushalte habe sich zwischen 2007 und 2020 von knapp 30 Milliarden auf 22,3 Milliarden Euro verringert.
Unter den ausländischen Hartz-IV-Beziehern haben laut dem Bericht Bürger anderer EU-Länder Ansprüche auf rund 2,6 Milliarden Euro. Bei den acht wichtigsten Asyl-Herkunftsländern seien es insgesamt etwa 6 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte davon machten mit 3,4 Milliarden Euro Flüchtlinge aus Syrien aus, gefolgt von Afghanen (870 Millionen Euro) und Irakern (825 Millionen Euro).
Insgesamt sei damit etwa jeder zehnte Leistungsberechtigte (9,7 Prozent) Syrer. Anspruch auf entsprechende Leistungen haben demnach Asylberechtigte frühestens nach eineinhalb Jahren Aufenthalt, sofern sie nicht selbst für ihren Unterhalt sorgen können. Den größten Teil der Hartz-IV-Empfänger machen dem Bericht zufolge noch immer deutsche Haushalte aus – ihr relativer Anteil sei zwischen 2007 und 2020 allerdings von knapp 82 Prozent auf 62,9 Prozent gesunken.
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