Umfrage-Schock für Scholz & Co.

Ampel stürzt auf neues Allzeit-Tief

23.09.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Der Negativ-Trend für die Ampel setzt sich fort. Stand heute würden Finanzminister Christian Lindner (44, FDP), Wirtschaftsminister Robert Habeck (54, Grüne) und Bundeskanzler Olaf Scholz (65, SPD) abgewählt Foto: LISI NIESNER/REUTERS

Am Dienstag ist der Triumph von Olaf Scholz und seiner SPD bei der Bundestagswahl exakt zwei Jahre her. Halbzeit für die Ampel. Doch Grund zur Freude haben Rot, Gelb und Grün nicht. Im Gegenteil: Im Sonntagstrend stürzt die Regierung auf ein neues Allzeit-Tief!

Die bitteren Zahlen für Scholz, Lindner, Habeck und Co. im Einzelnen:

► Gerade mal 17 Prozent würden laut Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts INSA für BamS derzeit noch die Kanzler-Partei SPD wählen. Bei der letzten Wahl waren es noch 25,7 Prozent – ein Minus von 8,7 Prozentpunkten in zwei Jahren!

► 14 Prozent erreichen die Grünen – zwar nur 0,8 Punkte weniger als 2021 (14,8 Prozent), aber weit entfernt vom Umfragehoch im vergangenen Jahr (23 Prozent im Juli 2022).

► Die FDP liegt mit 6 Prozent nur noch knapp über der 5-Prozent-Hürde und deutlich hinter ihrem Wahlergebnis von 11,5 Prozent – minus 5,5 Punkte.

Sonntagstrend: So würde Deutschland jetzt wählen – Infografik

Ergebnis: Gerade mal 37 Prozent würden derzeit für eine der Ampel-Parteien stimmen, 15 Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl. Heißt Stand heute: keine Chance auf eine Fortsetzung der Ampel-Regierung.

Wer profitiert von der Ampel-Schwäche?

► Interessanterweise kaum die Union: CDU/CSU sind zwar mit 27 Prozent klar stärkste Kraft, liegen damit aber nur 2,9 Punkte über ihrem katastrophalen Wahlergebnis von vor zwei Jahren (24,1 Prozent).

► Klarer Gewinner in der Wählergunst ist die AfD: 22 Prozent würden aktuell für die Rechtsaußenpartei stimmen – mehr als doppelt so viel wie 2021. Damals waren es 10,3 Prozent oder 11,7 Prozentpunkte weniger.

► Bei 5 Prozent fest steckt die Linke (2021: 4,9 Prozent). Die Sonstigen kommen auf 9 Prozent (2021: 8,7 Prozent), davon entfallen 3 Prozent auf die Freien Wähler.

Was würde ein solches Ergebnis für die Regierungsbildung bedeuten? INSA-Chef Hermann Binkert rechnet vor: „Möglich sind nur noch Bündnisse der Union mit ZWEI weiteren Fraktionen: Jamaika-, Kenia- oder Deutschland-Koalition. Solange es eine rechnerische Mehrheit von Union und AfD gibt und alle Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, kann ohne und gegen die CDU/CSU keine Regierung gebildet werden.“

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