Fast 3000 Fälle in 2022 - 600 mehr als im Vorjahr

Acht Vergewaltigungen in NRW – pro Tag!

23.04.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Trauriger Hotspot für sexuelle Übergriffe: die Gegend rund um den Kölner Hauptbahnhof Foto: Thomas Banneyer/dpa

Düsseldorf – Es sind Zahlen, die erschüttern: Im vergangenen Jahr sind laut Innenministerium in NRW 2949 Vergewaltigungen angezeigt worden. Das sind rechnerisch mehr als acht Vergewaltigungen jeden Tag. Und noch einmal knapp 600 mehr als im Jahr 2021!

In 246 Fällen waren mehr als ein Täter beteiligt. „ Gruppenvergewaltigung“ will das Innenministerium solche Fälle aber nicht nennen – weil der Begriff rechtlich nicht verankert ist. Und aus der Kriminalstatistik nur hervorgeht, dass mehr als ein Täter dabei war (ob zwei, drei oder mehr wird nicht erfasst).

Fakt ist aber: Auch die Zahl der Vergewaltigungen durch mehrere Täter hat zugenommen (2021 waren es noch 172).

Immer mehr Opfer im Land

Die Zahlen stammen aus der noch unveröffentlichten Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der AfD im Landtag. Das Papier liegt BILD vor. Daraus geht auch hervor, dass es – durch mehr Taten – auch mehr Opfer gibt: 2990 (2021: 2385).

Immerhin: 2022 konnten auch mehr Tatverdächtige ermittelt werden (2388, ein Jahr zuvor waren es 367 weniger).

In großen Städten ist das Risiko besonders hoch

Eine Liste des Ministeriums in dem Papier für den Landtag zeigt auch, wo es die meisten Anzeigen gab (nicht jede Vergewaltigung wird bekannt, weil die Opfer aus Scham schweigen): in den großen Städten. So zählte die Polizei Köln (zuständig auch für Leverkusen) 309 Vergewaltigungen, die Polizei Düsseldorf 175, Dortmund 135, Essen 134, Recklinghausen 133, Wuppertal 117. In den anderen Polizeibehörden sind die Zahlen jeweils zweistellig.

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