Mit dem Zweiten … hört man nichts!
Jedenfalls nicht, wenn die Kanzlerkandidatin der Grünen ihre bisher wichtigste Rede hält und Sekunden danach hörbar das Wort „Scheiße“ sagt.
So geschehen am Samstagnachmittag beim Grünen-Parteitag: Die sichtlich nervöse Baerbock verholpert in ihrer Rede einen Satz, spricht von „liberalen Feinden“ unserer Demokratie. Setzt neu an und korrigiert zu „Feinden der liberalen Demokratie“.
Wäre alles nicht weiter schlimm, hätte sie direkt nach der Rede nicht an der Seite von Co-Parteichef Robert Habeck lauthals „Scheiße“ gerufen – bestens hörbar für das Publikum im Saal und die angeschlossenen Zuhörer der weltweiten Videoschalte.
Hat Annalena Baerbock direkt nach ihrer Rede etwa "Scheiße" zu Robert Habeck gesagt? pic.twitter.com/SJxTBzEF6T
— Filipp Piatov (@fpiatov) June 12, 2021
Doch am Abend im „ZDF-heute-journal“ ist von alledem nichts zu hören und zu sehen. Nur eine winzige Andeutung: „Befreit wirkte Baerbock auch nach der Rede nicht“, erfährt der Gebührenzahler da bloß. Baerbock habe sich „über einen Versprecher geärgert“.
Naja, für diese 18 Sekunden der Rede, kann man den Ausdruck verwenden. #Baerbock #dBDK21 pic.twitter.com/XNLkscvtBE
— Bodo Löttgen 🇮🇱🇺🇦🇩🇪 (@bodoloettgen) June 12, 2021
Der „Scheiße“-Ruf ist den ZDF-Machern keine Silbe wert, obwohl er längst im Netz die Runde macht.
Dabei hatte der gebührenfinanzierte Sender wie üblich ein ganzes Heer von Journalisten, Kameraleuten und Technikern in die Parteizentrale nach Berlin entsendet und jeden Schritt des Spitzen-Duos Baerbock-Habeck mit Kameras und Mikrofonen verfolgt. Jedes Detail der Kulisse (eine Mischung aus „Dalli Dalli“-Sechsecken und „ZDF-Fernsehgarten“) abgefilmt.
Nur der spektakuläre Moment NACH Baerbocks Rede blieb verborgen.
Schade!



