ARD-„Deutschlandtrend“ trügt

Warum der unbeliebte Habeck in Umfragen beliebt erscheint

06.01.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Umfragen trügen: Die Mehrheit der Deutschen ist mit Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) unzufrieden. Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Der zweitbeliebteste Politiker ist in Wahrheit unbeliebt. Robert Habeck liegt im „Deutschlandtrend“ zwar weit vorn. Aber die Mehrheit lehnt ihn ab. Wie kommt es zu einem solchen Ranking?

BERLIN. Laut des aktuellen „Deutschlandtrends“ hat sich Vizekanzler Robert Habeck auf Platz zwei des Beliebtheits-Rankings der wichtigsten Politiker vorgeschoben. Doch die Wahrheit ist: Eine Mehrheit lehnt den grünen Wirtschaftsminister ab.

Für den Spitzen-Rang hinter Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) reicht bereits eine Zufriedenheitsquote unter den Befragten von 44 Prozent. Doch mit 47 Prozent sind noch mehr Menschen mit dem Wirtschaftsminister unzufrieden. Im Rahmen einer großen Verdrossenheit über Politiker reicht also bereits ein knapp negatives Ergebnis, um sich vorn zu platzieren.

Kein einziger Politiker verzeichnet in der von Infratest Dimap im Auftrag von ARD-„Tagesthemen“ und Welt erstellten Umfrage einen Zuspruch von mindestens 50 Prozent hinter sich. Baerbock erreicht 49 Prozent.

Hinter Habeck folgt der noch unbeliebtere Scholz

Die Bronze-Medaille in dem Ranking geht an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Dafür genügen 40 Prozent der Befragten, die mit ihm zufrieden sind. Was man auf den ersten Blick nicht sieht: 57 Prozent sind mit seiner Arbeit unzufrieden.

Mit der Ampel-Koalition zeigen sich insgesamt nur 32 Prozent zufrieden. 64 Prozent sind mit der Arbeit der Bundesregierung weniger zufrieden oder gar nicht zufrieden. Noch schlimmer steht es allerdings um Oppositionsführer Friedrich Merz. Nur 29 Prozent der Befragten haben ein positives Bild von der Arbeit des CDU-Vorsitzenden. Abgeschlagenes Schlußlicht: Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD). Nur noch 13 Prozent finden ihre Arbeit gut. (fh)

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