Bisher wird Geld auf Twitter vor allem mit Werbung gemacht – doch bald schon können Social-Promis in den USA exklusive Inhalte gesondert vermarkten. Der Konzern verdient natürlich kräftig mit.
Bislang finanziert sich Twitter überwiegend durch seine Werbekunden. Diese haben zum Beispiel die Möglichkeit, Tweets mit Produktwerbung für Geld in die Timelines der Nutzer zu bringen. Doch schon bald will Twitter neue Einnahmequellen anzapfen und startet dafür einen Test in den USA.
Twitter-Stars mit einer großen Gefolgschaft sollen in diesem Probelauf kostenpflichtige Inhalte anbieten können. Das Onlinenetzwerk teilte am Dienstag mit, es habe mit der Auswahl von US-Bewerbern begonnen, die mithilfe der neuen Funktionen »Super Follows« oder »Ticketed Spaces« Geld verdienen wollen.
»Ticketed Spaces hilft euch dabei, einzigartige und exklusive Audio-Erfahrungen zu schaffen, für die euer Publikum bereit ist zu zahlen«, erklärten Ellen Havlicek und Esther Crawford aus der Twitter-Produktabteilung. Mit der Funktion »Super Follows« könne eine »direkte Beziehung mit euren treuesten Abonnenten« geschaffen werden, die zu monatlichen Einnahmen führen könne, hieß es weiter.
Auf »Ticketed Spaces« sollen die ausgewählten Twitter-Promis virtuelle Eintrittskarten für Audio-Veranstaltungen zu Preisen zwischen 1 und 999 Dollar verkaufen können. Bei »Super Follows« soll es für Abonnements für drei, fünf oder zehn Dollar im Monat exklusive Inhalte geben.
Ab 50.000 Dollar langt Twitter zu
Twitter solle nicht nur ein »lustiger Ort für Interaktion mit dem Publikum« sein, sondern zu einem Platz werden, »wo Sie mit anregenden Unterhaltungen Geld verdienen können«, erklärten Crawford und Havlicek weiter.
Von Einnahmen bis 50.000 Dollar will Twitter drei Prozent einbehalten, bei höheren Einnahmen will das Unternehmen 20 Prozent Kommission. Twitter will mit den neuen Angeboten, die zunächst getestet werden sollen, neue Einnahmemöglichkeiten schaffen.
Der Konzern hatte seine Pläne bereits in diesem Februar umrissen und dabei auch in Aussicht gestellt, seinen Jahresumsatz bis Ende 2023 auf 7,5 Milliarden Dollar zu verdoppeln. Die Zahl der täglichen Nutzer, die der Dienst mit seiner Werbung erreicht, soll bis dahin von zuletzt 192 Millionen auf 315 Millionen steigen. jok/AFP




