Von einigen der reichsten Menschen der Welt finanzierte Stiftungen unterstützen Medien und bilden Journalisten aus. Das Ziel: Diskurslenkung in Sachen Klimawandel. Kritiker sehen ein Ungleichgewicht und die Unterdrückung von relevanten Lösungen.
„Für Ultramilliardäre wie Jeff Bezos und Bill Gates ist ein Klimanotstand die perfekte Gelegenheit, noch größeren Einfluss auf das Weltgeschehen geltend zu machen, da sie die Zivilgesellschaft mit Milliarden an Philanthropie überschütten und ihre Geschäfte und Investitionen vor kritischer Prüfung schützen“, schreibt der Politikwissenschaftler Matthew Nisbet von der Northeastern University in den USA.
Bereits zwischen 2011 und 2015 spendeten 19 Stiftungen allein in den USA 556 Millionen US-Dollar, um die Klima- und Energiepolitik zu gestalten, hat Nisbet ermittelt. Gut ein Viertel der Summe ging demnach an Medien. Neue Medien wurden gegründet, bestehende unterstützt und Journalisten ausgebildet. Seither hat sich das Engagement der Sponsoren deutlich erhöht.



