ChatGPT-Macher warnen

„Superintelligenz“ könnte Menschheit entmachten

06.07.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Ist die künstliche Intelligenz bald schlauer als wir? Foto: Moment/Getty Images, Getty Images

Der ChatGPT-Anbieter OpenAI will ein neues Forschungsteam zusammenstellen und erhebliche Ressourcen investieren, um die Sicherheit Künstlicher Intelligenz (KI) für die Menschheit zu gewährleisten. Dies hat das KI-Unternehmen am Mittwoch angekündigt.

„Die enorme Macht der ‚Superintelligenz‘ könnte zu einer Entmachtung der Menschheit oder sogar zum Aussterben der Menschheit führen“, schrieben OpenAI-Mitgründer Ilya Sutskever und der Leiter der OpenAI-Abteilung für zukünftige Ausrichtung Jan Leike in einem Blog-Beitrag. „Derzeit haben wir keine Möglichkeit, eine potenziell superintelligente KI zu steuern oder zu kontrollieren und zu verhindern, dass sie eigene Wege geht.“

► Die Autoren des Blogs sagten voraus, superintelligente KI-Systeme, die intelligenter seien als Menschen, könnten noch in diesem Jahrzehnt verwirklicht werden. Der Mensch werde bessere Techniken benötigen als zurzeit zur Verfügung stehen, um superintelligente KI zu kontrollieren.

Microsoft werde daher 20 Prozent seiner Rechnerleistung in den nächsten vier Jahren dafür einsetzen, eine Lösung dieses Problems zu erarbeiten. Zudem sei das Unternehmen dabei ein neues Forschungsteam, das „Superalignment Team“ zu diesem Zweck zusammenzustellen.

Die potenziellen Gefahren der Künstlichen Intelligenz werden zurzeit von Forschern und in der breiten Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Die EU hat sich bereits auf einen Gesetzentwurf zur Regulierung von KI geeinigt, den „AI Act“. In den USA wird nach dem Vorbild der EU über eine Einstufung von KI-Anwendungen in Risikoklassen diskutiert, von der die Auflagen für die Unternehmen abhängen.

Im März hatte eine Gruppe von KI-Branchenführern und -Experten einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie auf mögliche Risiken von KI für die Gesellschaft hinwiesen und eine sechsmonatige Pause bei der Entwicklung von Systemen forderten, die leistungsfähiger seien als OpenAIs GPT-4.

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