Ausgerechnet Deutschlands Bergsteiger-Ikone und Grünen-Mitglied Reinhold Messner (78) geht auf Klimaaktivisten los.
Diese müssten „auch wissen, dass es nicht so einfach ist, wie sie’s fordern“, so Messner bei „Maischberger“ (ARD).
Über die radikalen Klima-Kleber sagte er: „Da ist Hopfen und Malz verloren. Da bin ich sogar in Wut.“ Messner behauptete: „Man kann das Klima nicht schützen. Es ist seit Millionen Jahren immer im Wandel. Es geht aufwärts und wieder abwärts.“
Ist Messner jetzt ein Klimawandel-Leugner?
Er erläutert: „Die globale Erwärmung“ sei unsere Schuld, das hätten wir „verbrochen“ – wegen der CO₂-Emissionen durch die Industrialisierung, die könne man „runterschrauben“. Messner zweifelt aber an der Sinnhaftigkeit vieler Maßnahmen. Er sehe Gletscher schmelzen, veränderten Golfstrom. Messner: „Da können wir nichts daran tun.“
Klimaforscher Latif: „Es wird schlimm, wenn wir als Menschheit nichts tun“
Klimaforscher Mojib Latif (68) zu BILD: „Das Klima ist immer im Wandel. Aber wir reden jetzt über eine rasche Erderhitzung binnen Jahrzehnten.“
Und weiter: „Das ist einmalig für die letzten Jahrtausende. Wir sind schon bei 1,1 Grad Erwärmung gegenüber etwa 1850. Und bis Ende des Jahrhunderts reden wir sogar über 4 bis 5 Grad. Es wird schlimm, wenn wir als Menschheit nichts tun. Deshalb: Die CO₂-Emissionen müssen runter, und zwar schnell und deutlich.“
Deutschland leiste dafür bereits einen Beitrag. Latif: „Seit 1990 ist der globale Ausstoß um 60 Prozent gestiegen. In Deutschland seitdem um 40 Prozent gesunken.“
Olaf in der Beek (55, klimapolitischer Sprecher FDP-Bundestagsfraktion) appelliert: „Wir sollten uns nicht im Streit über Begriffe verlieren, sondern entschlossen unsere Möglichkeiten zum Klimaschutz nutzen.“



