RBB-Skandal: Programmdirektor Schulte-Kellinghaus bietet Rücktritt an

17.11.2022
Lesedauer: < 1 Minute
Jan Schulte-Kellinghaus hat dem RBB seinen Rücktritt angeboten. Foto: dpa/Soeren Stache

Sein Abgang würde den Sender Medienberichten zufolge eine Million Euro kosten.

Der Programmdirektor des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Jan Schulte-Kellinghaus, hat dem Sender seinen Rücktritt angeboten. RBB-Intendantin Katrin Vernau teilte am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus habe „von sich aus angeboten, seinen Vertrag zu beenden und auf seinen nachvertraglichen Ruhegeldanspruch zu verzichten“. Vernau ergänzte: Zu welchen Konditionen gegebenenfalls eine Vertragsbeendigung erfolgen könne, „dazu sind wir noch im Gespräch“.

Nach Informationen des Portals Business Insider verlangt Schulte-Kellinghaus die Ausbezahlung seiner Dienstbezüge. Der Programmdirektor, der seit 2017 im Amt ist, verlängerte erst im März seinen Vertrag bis 2027. Geht er, würde dies den RBB laut Business Insider rund eine Million Euro kosten.

Der RBB wird seit Ende Juni von mehreren Skandalen erschüttert. Es geht um umstrittene Beraterverträge für ein inzwischen auf Eis gelegtes Bauprojekt des öffentlich-rechtlichen Senders, nicht offengelegte Bonuszahlungen für Führungskräfte, eine kräftige Gehaltserhöhung für die damalige Intendantin Patricia Schlesinger, die Abrechnung von Essen mit geladenen Gästen in ihrer Privatwohnung auf RBB-Kosten, umstrittene Reisen sowie Coaching-Aufträge für Schlesingers Ehemann bei der landeseigenen Messe Berlin.

In die Kritik gerieten auch die teilweise noch heute aktiven Direktoren rund um Schlesinger an der Spitze des öffentlich-rechtlichen Senders. Dazu gehört auch Schulte-Kellinghaus. (mit dpa)

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