Im Netz kursiert ein Video, in dem sich Polizeibeamte in Berlin in einer Kontrolle freundschaftlich mit einem Verschwörungstheoretiker unterhalten. Jetzt hat die Behörde reagiert.
Die Berliner Polizei hat auf ein Video reagiert, das eine Polizeikontrolle von Mitgliedern der „Querdenken“-Bewegung am Wochenende in der Hauptstadt zeigt. Auf dem Video, das seit Samstag auf Social Media geteilt wird, ist zu sehen, wie ein in der verschwörungstheoretischen Szene bekannter Mann freundschaftlich mit den Beamten im Gespräch ist.
Die Aufnahme zeige „offenbar den gewünschten Ausschnitt einer Kontrollsituation“, die Beamten hätten „mit zugewandter Kommunikation“ mit dem Autofahrer gesprochen, so die Polizei auf Twitter. Im Netz sorgte die Szene, wohl gedreht mit einer Kamera des Verschwörungstheoretikers, für Kritik am Vorgehen der Beamten.
Das "konsequente Vorgehen" der @polizeiberlin gegen den Anführer einer Gruppe von Neo-Nazis, Holocaustleugnern, Straftätern, die seit bald 2 Jahren immer und immer durch Straftaten und Verstößen auffallen.
— querdenkenwatch 🤦♂️ (@querdenkenwatch) December 5, 2021
Man duzt sich, schüttelt Hände und plauscht freundlich.#polizeiproblem pic.twitter.com/tAaSffC7Xs
„Extra für dich, dein Lieblingspolizist“, scherzt darin einer der Beamten auf die Frage des Verschwörungstheoretikers, warum er von den Polizisten kontrolliert werde. Ein anderer Beamter meint: „Ingewahrsamnahme ist Schwachsinn“, zudem werden Hände werden geschüttelt.
Im Netz kursiert ein Video, das offenbar den gewünschten Ausschnitt einer Kontrollsituation iZm dem Einsatz wg. verbotener Versammlungen am 4.12. zeigt. Eine Zivilstreife hatte eine Protestfigur im Auto festgestellt & zur Durchsetzung des Versammlungsverbots kontrolliert.
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) December 7, 2021
^tsm
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In dem Video schließt der Mann das Gespräch mit den Polizisten mit den Worten ab: „Wenn Sie rüber laufen wollen, ich bin immer für euch da.“ Die Beamten lächeln daraufhin etwas peinlich berührt.
Die Berliner Polizei will nun das Gespräch mit den auf dem Video zu sehenden Beamten suchen. Auf Twitter hieß es: „Der vermittelte freundschaftliche Eindruck in dieser Szene ist bedauerlich und wird ausgewertet.“
Verbotene Demonstration am Samstag in Berlin
Im Berliner Bezirk Friedrichshain hatte am Samstag trotz eines Verbots nach Polizeiangaben eine untere dreistellige Zahl an Menschen demonstriert. Es gab mehrere Festnahmen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln und Widerstands gegen die Beamten, wie es hieß. Ein Journalist, der per Handy filmte, wurde den Angaben zufolge von einem Demonstranten angegriffen, der ihm das Gerät zeitweise entriss. Der mutmaßliche Täter müsse sich wegen versuchten räuberischen Diebstahls verantworten, hieß es.
Eine ursprünglich angemeldete Demonstration von 1.000 Impf- und Maßnahmen-Gegnern war am Freitag verboten worden. Grund waren nach Polizeiangaben frühere Erkenntnisse, dass die Teilnehmer regelmäßig die Corona-Regeln ignorieren.
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