Umgang mit Rundfunkgebühren

Neue Enthüllung: ARD- und ZDF-Intendanten ohne Kontrolle

13.09.2022
Lesedauer: < 1 Minute
ARD und ZDF: Für manche Führungskräfte scheinen die gebührenfinanzierten Anstalten ein Selbstbedienungsladen zu sein. Foto: picture alliance / Peter Kneffel/dpa

BERLIN. Fünf der neun ARD-Intendanten und der ZDF-Intendant genehmigen sich ihre Dienstreisen selbst. Unter anderem beim Saarländischen Rundfunk, beim SWR, RBB und beim NDR müssen die Intendanten ihre Ausgaben dafür mit niemandem absprechen. Das hat eine Recherche der Welt am Sonntag ergeben.

Teilweise genehmigen sich demnach die Intendanten, die meist ohnehin schon mehr verdienen als der Bundeskanzler, ihre Ausgaben selbst, teilweise müßten sie diese nur einmal im Jahr den Verwaltungsräten mitteilen. Da es sich hier um die Verwendung von zwangsweise erhobenen Gebühren handelt, war ein kontrollierter Umgang damit zu erwarten gewesen.

RBB und NDR wollen nachbessern

Beim RBB war die fehlende Kontrolle jahrelang Standard. Nun räumt der Sender ein, der durch Vetternwirtschaft und Gebührenmißbrauch in die Schlagzeilen geraten ist, dies sei ein „Mangel“ gewesen, der behoben werde. Auch der NDR, gegen den es ebenfalls schwere Vorwürfe gibt, verspricht nach der Enthüllung nun Besserung.

Der Deutschlandfunk dagegen läßt Abrechnungen von einem externen Dienstleister prüfen und freigeben. Ähnliche Regelungen könnte es laut des Zeitungsberichtes nun bald im gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk geben. (fh)

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