Laut Medienberichten

Musk will Twitter-Deal bis Freitag abgeschlossen haben

26.10.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Elon Musks Twitterprofil auf einem Handy: Er soll planen, einen Großteil des Personals zu entlassen Foto: DADO RUVIC / REUTERS

Der reichste Mann der Welt steht offenbar kurz davor, Twitter zu übernehmen. Den mitfinanzierenden Banken soll Elon Musk laut einem Bericht nun einen Abschluss des Deals noch in dieser Woche versprochen haben.

Tesla-Chef Elon Musk plant laut Medienberichten, die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter bis Freitag abzuschließen. Dies habe Musk in einer Videokonferenz mit Bankern erklärt, sagte eine mit dem Vorhaben vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor hatte die Agentur Bloomberg  darüber berichtet. Laut Bloomberg sollen die an der Finanzierung des Deals beteiligten Banken die endgültigen Vereinbarungen abgeschlossen haben und dabei sein, die erforderlichen Dokumente zu unterzeichnen.

Musk hatte im April angekündigt, er wolle Twitter für 44 Milliarden Dollar oder 54,20 Dollar pro Aktie übernehmen. Im Juli hatte er dann mit Verweis auf angebliche Falschaussagen Twitters zur Anzahl von Fake-Konten auf der Plattform erklärt, er werde den Kauf nicht vollziehen. Musk und Twitter hatten sich daraufhin gegenseitig verklagt.

Der Beginn des US-Gerichtsprozesses war für den 17. Oktober geplant. Am 4. Oktober erklärte Musk dann aber, Twitter doch übernehmen zu wollen – zum Ursprungspreis. Die zuständige Richterin ordnete daraufhin an, das Verfahren bis zum 28. Oktober auszusetzen. Das ist der Freitag dieser Woche. (Lesen Sie hier eine Chronologie des Hin-und-Hers.)

Twitter und die Anwälte von Musk waren am Dienstag laut Reuters für eine Stellungnahme zu den Angaben zunächst nicht zu erreichen. (Lesen Sie hier mehr darüber, wie Elon Musk die Welt sieht .)

Musk soll planen, 75 Prozent des Personals zu entlassen

Mit dem Kauf würde der reichste Mann der Welt eine der einflussreichsten Medienplattformen überhaupt übernehmen – das wird teilweise kritisch gesehen. Im Zusammenhang mit dem Gerichtsverfahren waren Textbotschaften veröffentlicht worden, wonach Musk Twitter von einem Werbe- zu einem Abo-Modell umbauen möchte. Zudem sollten Dienste wie Geldtransfers ermöglicht werden.

Das Geschäft hätte zumindest in den USA auch eine politische Dimension. Anhänger des ehemaligen Präsidenten Donald Trump hoffen, dass Musk dessen Nutzerkonto wieder freigibt. Der Republikaner war nach der Erstürmung des Kapitols durch seine Anhänger am 6. Januar 2021 von Twitter verbannt worden. Musk hatte im Mai erklärt, Trump wieder zulassen zu wollen.

Zuletzt war bekannt geworden, dass nach der Übernahme laut einer US-Zeitung Twitter ein Job-Kahlschlag in den kommenden Monaten drohen soll. Die »Washington Post« berichtet am Donnerstag unter Berufung auf Dokumente und Interviews, dass Musk knapp 75 Prozent der rund 7500 Twitter-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter loswerden wolle. kko/Reuters

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