Wegen Berichterstattung über Frauenmorde

Linksextremisten stürmen Büros von „oe24“

09.07.2021
Lesedauer: 3 Minuten
Sie schrien und attackierten die Mitarbeiterinnen: Rund 20 Extremistinnen machten beim Sturm auf den Sender mit Foto: Twitter

Angriff auf die Pressefreiheit: Weil sie mit ihrer Berichterstattung nicht einverstanden waren, stürmten Mitglieder einer linksextremistischen Gruppe die Büros der österreichischen Nachrichtenseite „oe24“!

Für ihren aggressiven Protest drang eine Gruppe, die sich WEFA („Wiener Einsatzgruppe Feministische Alarmabteilung“) bzw. „Alerta Feminista“ nennt, mit Transparenten und Megaphon ins Gebäude des Senders. Laut „oe24“ waren 20 Chaoten bei der Stör-Aktion am Dienstagnachmittag dabei.

Grund für den Angriff: Angeblicher „Sexismus und Rassismus“ in der Berichterstattung des Senders nach dem Mordfall an der 13-jährigen Leonie. Auch BILD berichtete über diesen grausamen Mordfall: Am 26. Juni hatten bis zu vier afghanische Asylbewerber (16 bis 23) Leonie unter Drogen gesetzt, missbraucht, erstickt und tot am Straßenrand ausgesetzt. Drei Tatverdächtige sitzen mittlerweile in U-Haft, ein vierter ist auf der Flucht.

Was die Radikalen stört, die aus vorgeblich feministischer Motivation zur Tat schritten: dass „oe24“ die afghanische Nationalität der Täter nannte.

ie verteilten Flugzettel mit folgendem Aufruf: „Ihr sagt, sexualisierte Gewalt an FLINTAs – Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre und Trans-Personen – sei importiert. Wir sagen, Gewalt an FLINTAS ist die grausame Konsequenz einer sexistischen Gesellschaft, von Kapitalismus und Patriarchat.“

Eine aufgebrachte Frau schrie: „Wir haben es so satt, nach jedem Femizid (Frauenmord; Anm.) lesen zu müssen, dass all diese Gewalt importiert sei“. Und weiter: „Ihr seid blind und zu feige, um eure eigene Gewalt zu respektieren und zu reflektieren.“ Ein „oe24“-Mitarbeiter konterte gegen die vermummten Aktivistinnen, wie auf einem Twitter-Video der Feministen-Gruppe zu sehen ist: „Ihr seid zu feige, um eure Sch… Gesichter zu zeigen!“

Außerdem skandierten die Chaotinnen: „Ganz Wien hasst ‚oe24‘!“

Die „oe24“-Mitarbeiter wehrten sich, es kam zu Handgreiflichkeiten. Der Sender teilte mit, dass mehrere weibliche „oe24“-Mitarbeiterinnen – die selbst Migrationshintergrund haben – körperlich attackiert wurden. Verletzte gab es aber keine.

Bei den angegriffenen Mitarbeitern handelte es sich nicht um Journalisten: Die Extremistinnen waren in der Abteilung „Verkauf“ gelandet und nicht in der Redaktion.

Wie es weiterging: „Die Polizei war binnen weniger Minuten vor Ort. Der Rest der Vermummten flüchtete vor der Polizei und versuchte anschließend die Secession am Karlsplatz (Kunstausstellungsgebäude; Anm.) zu besetzen“, so ein Sprecher von „oe24“.

„oe24“-Chef Niki Fellner (36) sagte: „Wir verurteilen dieses gewaltsame Eindringen von vermummten Extremisten auf die Medienfreiheit auf das Schärfste. Wir werden uns von niemandem – und schon gar nicht von solchen Aktionen – an unserer kritischen Berichterstattung behindern lassen.“

Er verurteilte „insbesondere die Attacken auf unsere weiblichen Verkaufs-Mitarbeiterinnen, die von den Aktivistinnen in Angst und Schrecken versetzt wurden“. Fellner weiter: „Wir fordern schärfste Konsequenzen durch die Exekutive.“

Rechtsextreme Corona-Leugner hatten vor wenigen Tagen das Zentrum des öffentlich-rechtlichen Senders ORF belagert. Dies sei der zweite Anschlag von Extremisten auf eine wichtige Medien-Institution in Österreich, stellt „oe24“-Chef Niki Fellner fest.

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