Grüne greifen „taz“-Autorin frontal an

06.07.2021
Lesedauer: 2 Minuten
In der Abschreib-Affäre von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock gehen ihre Parteifreunde auch auf eine „taz“-Autorin vor - Foto: picture alliance/dpa

Riesen-Aufregung bei den Grünen über die Rückzugs-Forderung der linken Tageszeitung „taz“ gegen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock („Es ist vorbei, Baerbock!“, BILD berichtete).

Grünen-Urgestein Jürgen Trittin (66) ließ sich bei Twitter sogar auf einen offenen Schlagabtausch mit Autorin Silke Mertins ein, in dessen Verlauf er pöbelte: „So was lese ich sonst nur von rechten Trollen. Interessant, dass die jetzt bei der taz Kommentare schreiben.“

Doch Trittin ist kein Einzelfall! Katharina Beck (39, Spitzenkandidatin der Hamburger Grünen) griff Autorin Mertins an, dem Feminismus einen „Bärendienst“ zu erweisen, Parteifreundin Katja Husen (45, Platz 8 auf der Hamburger Landesliste) empört sich über „Steigbügelhalterinnen“ des Patriarchats.

Die Nerven liegen weiter blank – und Baerbock fällt nach den Plagiats-Vorwürfen gegen ihr Buch im Beliebtheits-Ranking der Politiker von INSA für BILD von Platz 16 auf 17. Auffällig: Robert Habeck, Baerbocks im Kampf um die Kanzlerkandidatur unterlegener Co-Chef, kletterte von Platz 9 auf 7!

Grünen-Geschäftsführer Michael Kellner (44) schloss gestern aber aus, dass die Partei Habeck jetzt als Ersatz-Kanzlerkandidaten ins Rennen schickt. Man gehe als Team „mit Annalena Baerbock an der Spitze“ in den Wahlkampf, daran werde sich „nichts“ ändern.

Unterdessen erhebt ein weiterer Plagiatsjäger Vorwürfe gegen Baerbock.

Martin Heidingsfelder („VroniPlag“) sagte angesichts einer abgekupferten Passage aus der Studie „Klimaneutrale Industrie“ (Agora Energiewende, 2019) zu „t-online“ über Baerbock: „Sie sollte in Sack und Asche gehen.“

BAERBOCK
(KAPITEL: „EIN INDUSTRIEPAKET FÜR DIE ZUKUNFT“)
STUDIO DER DENKFABRIK
AGORA ENERGIEWENDE
„Bei einer ambitionierten EU-Klimapolitik, die eine Steigerung des CO2-Preises nach sich ziehen würde, und hinreichend langer Vertragsdauer könnten dem Staat als geduldigem Investor über diesen Rückzahlungsmechanismus sogar zusätzliche Mittel fließen.“„Bei einer ambitionierten EU-Klimapolitik und hinreichend langer Vertragsdauer könnten dem Staat als geduldigem Investor sogar zusätzliche Mittel fließen.“

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