Über 1.500 Beschwerden

Geimpfter Weihnachtsmann: Britischer Werbeclip sorgt für Empörung

16.11.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Weil der Weihnachtsmann stolz seinen Impfpass präsentiert, rufen derzeit zahlreiche britische Impfgegnerinnen und -gegner dazu auf, Tesco zu boykottieren. Foto: Screenshot YouTube/Tesco

In Großbritannien sorgt derzeit eine Werbung der Supermarktkette Tesco für Aufruhr: Weil in dem Spot ein Weihnachtsmann mit Corona-Impfzertifikat zu sehen ist, reichten zahlreiche Impfgegnerinnen und -gegner Beschwerde bei der Werbeaufsichtsbehörde ein.

Wohl kaum ein Weihnachtswerbespot wurde in der Vergangenheit so kontrovers diskutiert: Nachdem die britische Supermarktkette Tesco am Wochenende einen Clip mit dem Titel „This Christmas, Nothing’s Stopping Us“ („Dieses Weihnachten hält uns nichts auf“) veröffentlicht hat, sind bislang mehr als 1.500 Beschwerden bei der UK-Werbeaufsichtsbehörde eingegangen. Der Grund: ein geimpfter Weihnachtsmann.

In einer Szene des Videos erscheint ein Reporter im Fernsehen mit einer Eilmeldung, die den Zuschauern mitteilt, dass „der Weihnachtsmann unter Quarantäne gestellt werden könnte“. Daraufhin wird ebenjener gezeigt, wie er bei der Grenzkontrolle seinen Covid-Pass vorlegt.

IMPFGEGNER BEKLAGEN NÖTIGUNG UND DISKRIMINIERUNG

Der Weihnachtsmann beweist dem Zollbeamten, dass er geimpft ist – er kann also ohne Einschränkungen in das Land einreisen. Die meisten Beschwerden, die bei der britischen Werbeaufsichtsbehörde eingereicht wurden, kritisieren, dass es sich bei der Szene angeblich um Nötigung handle und der Werbeclip medizinische Diskriminierung fördere.

Zahlreiche Impfgegnerinnen und -gegner riefen in den sozialen Medien unter dem Hashtag „BoycottTesco“ dazu auf, das Unternehmen zukünftig zu meiden. Andere Online-Nutzer wiederum loben die Kette für die Werbekampagne. So witzelte etwa ein Twitter-User: „Ich gehe jetzt zu Tesco, in der Gewissheit, dass alle Impfgegner beschlossen haben, Tesco zu boykottieren. Danke, dass Sie Ihren Teil dazu beitragen, dass wir alle sicher sind. Bleiben Sie zu Hause.“

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