"Wahl-Triell"

FDP-Vize Vogel verlangt Einladung seiner Partei zu TV-Spitzenrunden

25.06.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Der stellvertretende Parteivorsitzende der FDP, Johannes Vogel Quelle: pa/Geisler-Fotop/Christoph Hardt/Geisler-Fotopres

FDP-Chef Christian Lindner wird zu den „Wahl-Triellen“ mit den Kanzlerkandidaten von Union, Grünen und SPD nicht eingeladen. Der stellvertretende Parteivorsitzende Johannes Vogel will das ändern: „Die Dreier-Zusammensetzung ist nicht zu erklären.“

Der stellvertretende FDP-Chef Johannes Vogel hat eine Einladung seiner Partei zu den geplanten TV-Spitzenrunden bei ARD, ZDF und RTL mit Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz gefordert. „Die Macherinnen und Macher bei den Sendern können nicht erklären, wie sie ihre Zusammensetzung begründen wollen“, sagte Vogel im Podcast „Die Wochentester“ des „Kölner Stadt-Anzeigers“ und Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

„Entweder gehe ich nach der aktuellen Stärke im Deutschen Bundestag: Dann sind die Grünen die kleinste Oppositionsfraktion. Oder ich gehe nach ,Labeling‘ der Kanzlerkandidatur: Da hat das Bundesverfassungsgericht bereits geurteilt, dass das nicht legitim ist.“

Wenn man wiederum nach den Umfragen gehe, könne man nicht die SPD einladen und die FDP nicht, meint Vogel. „Wie ich es auch drehe und wende: Die Dreier-Zusammensetzung ist nicht zu erklären.“

RTL plant vor der Bundestagswahl für den 29. August ein „Wahl-Triell“ mit Laschet, Baerbock und Scholz, bei ARD und ZDF ist ein solches Format für den 12. September vorgesehen.

Laut der aktuellen Sonntagsfrage in dem von Infratest Dimap erhobenen Deutschlandtrend für das ARD-„Morgenmagazin“ würden 28 Prozent der Befragten die Union wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Grüne und SPD legen jeweils um einen Prozentpunkt auf 21 beziehungsweise 15 Prozent zu.

Der AfD würden unverändert zwölf Prozent der Befragten ihre Stimme geben.Die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Lindner und Linke verlieren jeweils einen Prozentpunkt und könnten derzeit mit elf beziehungsweise sechs Prozent rechnen. Die sonstigen Parteien zusammen kommen unverändert auf sieben Prozent.

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