Spenden-Aufruf wegen Spott-Plakaten

„Es geht uns um Meinungsfreiheit“

20.03.2024
Lesedauer: 2 Minuten
Auch dieses Plakat hatte der Unternehmer an seinem Grundstück aufgehängt Foto: Privat

Miesbach (Bayern) – Ein bayerischer Unternehmer kämpft für Meinungsfreiheit und erhält dabei Unterstützung durch eine Spendenaktion auf Gofundme!

Normalerweise ist die Plattform für finanzielle Hilfe bei Schicksalsschlägen bekannt, doch diesmal geht es um die Bezahlung von Anwaltskosten. Vor der bayerischen Landtagswahl hängte Michael Much (52) auf seinem Grundstück am Tegernsee Plakate auf, die Grünen-Politiker wie Ricarda Lang und Cem Özdemir kritisierten.

Die Staatsanwaltschaft München II wirft ihm Beleidigung von Personen des politischen Lebens vor und das Amtsgericht Miesbach verhängte einen Strafbefehl über 6000 Euro. Michael Much legte Widerspruch ein und fordert nun eine Klärung vor Gericht. Am 21. März wird der Fall vor dem Amtsgericht Miesbach verhandelt.

Unternehmer Michael Much hat einen Strafbefehl wegen dieser Plakate gegen die Grünen bekommen
Foto: Privat

Um die hohen Anwaltskosten zu finanzieren, wurde eine Spendenkampagne ins Leben gerufen. „Wir setzen uns für den Erhalt der Meinungsfreiheit in Deutschland ein. Der Unternehmer Michael Much hat einen Strafbefehl über 6000 Euro bekommen, weil er grüne Politiker kritisierte. Seine Anwaltskosten sind erheblich. Helft uns, dies zu finanzieren“, heißt es auf der Spendenseite Gofundme.

Ziel der Aktion ist es, mindestens 15.000 Euro für die entstehenden Anwaltskosten zusammenzubekommen. „Alles, was nicht zur Deckung der Kosten benötigt wird, soll an gemeinnützige Zwecke gespendet werden“, sagte der Initiator des Spendenaufrufs zu BILD.

Meinungsfreiheit oder Beleidigung von Politikern?

Im September 2023 hängte Unternehmer Much die Spott-Plakate direkt vor seiner Haustür in Gmund am Tegernsee (Bayern) auf. Unter anderem zitierte er auf den Plakaten die Aussage des Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne), dass „Unternehmen nicht insolvent gehen, sondern nur zu Produzieren aufhören“. Am 25. Oktober durchsuchte die Polizei das Haus des Unternehmers nach Beweismaterialien.

Da Much schnell zugab, die Plakate selbst aufgehängt zu haben, brummte ihm die Staatsanwaltschaft München II den Strafbefehl wegen Beleidigung gegen Personen des politischen Lebens auf. Am 21. März findet die Verhandlung vor dem Amtsgericht in Miesbach statt.

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