Das Center for Countering Digital Hate kämpft gegen toxische Inhalte im Netz. Gerade wurde es vom Unternehmen X verklagt. Gründer Imrah Ahmed sieht in der Klage eine Chance.
Ende Juli hat der Mutterkonzern der Onlineplattform X – vormals Twitter – eine Klage gegen das Center for Countering Digital Hate (CCDH) eingereicht. Das Unternehmen, das seit vergangenem Herbst Elon Musk gehört, beschuldigt die Gruppe, eine „Angstkampagne“ zu führen, um Werbekunden von X zu vergraulen. CCDH hat mehrere Studien veröffentlicht, in denen es heißt, unter dem neuen Eigentümer gebe es mehr Hetze und Falschinformationen auf der Plattform. X behauptet das Gegenteil. CCDH hat auch schon kritische Studien über andere bekannte Internetkonzerne veröffentlicht. Die Organisation schreibt sich auf die Fahnen, die Verbreitung toxischer Inhalte im Netz durch „Forschung, öffentliche Kampagnen und politisches Engagement“ zu bremsen. Gegründet wurde sie 2019 von Imran Ahmed, einem gebürtigen Briten, der sie bis heute als Vorstandschef führt. Sie hat zwanzig Mitarbeiter, ihr Hauptsitz ist in Washington, und sie hat ein Büro in London. Elon Musk hat sie auf X „wirklich böse“ genannt – und den 44 Jahre alten Ahmed persönlich eine „Ratte“.
Herr Ahmed, sehen Sie es als Beleidigung, dass Elon Musk Sie eine „Ratte“ genannt hat, oder fühlen Sie sich geehrt?



