Kai Feldhaus

Der strenge Geruch der Kungelei

17.11.2021
Lesedauer: < 1 Minute
Der Sanitäter schlägt zu, eine Überwachungskamera filmt Foto: privat

Es fällt mir schwer, für jemanden Partei zu ergreifen, der Polizisten angreift und Sanitäter anspuckt. So wie es ein syrischer Flüchtling in Kassel getan hat. Deshalb tue ich es auch nicht: Für seine Tat gehört der Syrer bestraft.

Was mir aber noch schwerer fällt: Verständnis für eine Justiz aufzubringen, die einen Sanitäter straffrei davonkommen lässt, der mit der Faust auf einen gefesselten Mann eingeschlagen hat. Weil er den Gefesselten ja vielleicht gar nicht richtig getroffen hat.

Noch weniger Verständnis habe ich, wenn Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt werden, die weggeschaut haben. Mit der Begründung: Der Sani hat ja nicht getroffen. Also gab es auch nichts zu ermitteln. Als hätten die Polizisten das im Eifer des Gefechts sehen können.

Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, die Ermittlungen gegen Sanitäter und Polizei einzustellen, verströmt den strengen Geruch der Kungelei.

In Deutschland muss gleiches Recht für alle gelten. Für randalierende Flüchtlinge – genauso wie für Freunde und Helfer. Ohne Ausnahme.

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