ie derzeitige Hitzewelle in Süd- und Südosteuropa sowie die verheerenden Waldbränden scheinen zum neuesten Katastrophenbericht des Weltklimarates zu passen wie die Faust aufs Auge. Wenn es immer wärmer wird auf der Welt, wenn die ariden Zonen am Mittelmeer immer trockener werden, dann brennen dort Wald und Macchia immer öfter.
Doch so einfach geht diese Rechnung nicht auf, am wenigsten in Italien. Nach Angaben von Umweltminister Roberto Cingolani haben weniger als zwei Prozent der Wald- und Buschbrände in Italien natürliche Ursachen, werden durch Blitzschlag ausgelöst oder durch eine Glasscherbe, die das Sonnenlicht bündelt.
Bei 71 Prozent aller Brände ist nachweislich der Mensch der unmittelbare Verursacher: gut 57 Prozent von Brandstiftungsfällen stehen knapp 14 Prozent durch Unachtsamkeit ausgelöste Feuer gegenüber.
Mehr als die Hälfte aller mutwillig verursachten Wald- und Buschbrände Italiens entfallen allein auf vier der zwanzig Regionen des Landes: Apulien, Kalabrien, Kampanien und Sizilien. Es sind allesamt Hochburgen der Mafia, zu deren «Geschäftspraxis» seit je Bodenspekulation, Versicherungsbetrug und die Verbreitung von Angst und Schrecken gehören
Auch Feuerwehrleute werden immer wieder als Brandstifter überführt: Wenn es regelmässig brennt, werden ihre befristeten Anstellungsverhältnisse regelmässig verlängert.
Die Brände in Süditalien und auf Sardinien sind mindestens ebenso sehr «menschengemacht» wie es angeblich der Klimawandel ist. Es ist kein Kausalzusammenhang, der das Weltklima und die Brände in Südeuropa befindet. Sondern ein gedanklicher Kurzschluss aus politischem Interesse.




