Energiewende auf polnisch

Warschau plant 79 kleine Atomkraftwerke bis 2038

18.09.2023
Lesedauer: < 1 Minute
Illustration zum Atomkraftwerk BWRX-300 von GE Hitachi Polen will mit den Modularen Reaktoren einen wichtigen Teil seiner Energiewende bestreiten. Bild: Hitachi

In ganz Polen soll bald saubere Kernkraft verfügbar sein. Doch die Finanzierung ist unklar. Und der Zeitplan wird angezweifelt.

Frankfurt an der Oder Saubere Energie, unabhängig von Wind und Sonne – das ist das Ziel der polnischen Regierung. Das Land investiert in Atomkraftwerke, um die immer höher steigenden CO2-Preise zu vermeiden.

Polen geht dabei weiter als andere: Es sollen nicht nur wenige konventionelle Kernkraftwerke entstehen, sondern zusätzlich zahlreiche kleine, modular aufgebaute Reaktoren. Genannt werden diese Kraftwerke „SMR“ für „Small Modular Reactor“. Ihre Leistung beträgt rund 300 Megawatt (MW).

Das Unternehmen Orlen Synthos Green Energy präsentierte im Frühjahr die ersten sieben Standorte für seine Klein-AKWs. Bis zum Ende dieses Jahres sollen 20 Standorte definiert sein. Die gemeinsamen Pläne von Orlen und der Regierung sehen in den kommenden 15 Jahren den Bau von 79 SMRs vor.

Kritik gibt es in Polen daran kaum. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung sehen Atomkraft generell positiv. Im Wahlkampf ist sie kein großes Thema. Eine Energiewende nach deutschem Vorbild gilt als teuer und ineffizient.

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